Regionalligist bleibt in Brandenburg statt Berlin
Seit Jahren hat die VSG Altglienicke kein eigenes Stadion für die Regionalliga. Deswegen bleiben die Berliner noch ein Jahr im Nachbar-Bundesland. Torsten Mattuschka ärgert sich über die Behörden.
Torsten Mattuschka ärgert sich über das Stadion-Problem. (Archivbild)Soeren Stache/dpa
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Berlin/Fürstenwalde (dpa/bb) – Der Regionalligist VSG Altglienicke wird seine Heimspiele mangels eines geeigneten Stadions in Berlin auch in der kommenden Saison in Brandenburg austragen. „Es war nichts anderes zu erwarten in Berlin. Das Bundesland Brandenburg, die Stadt Fürstenwalde und der Verein Union Fürstenwalde haben uns den Arsch gerettet, damit wir weiter Regionalliga spielen dürfen“, sagte Torsten Mattuschka, sportlicher Berater des Berliner Landespokalfinalisten.
„Die Hauptstadt bekommt es nicht hin, uns ein Regionalliga-taugliches Stadion hinzustellen. Trotzdem setze ich mich weiter für die Olympiabewerbung von Berlin ein. Vielleicht ändert sich dann am Sportstättenproblem generell etwas“, erklärte der frühere Union-Profi. Wie schon in der aktuellen Spielzeit wird das Team in die Spree-Arena im Friesen-Stadion von Fürstenwalde ausweichen, wie der Club mitteilte.
Mit dem Stadion hat der Berliner Club eine Lösung gefunden. (Archivbild)Matthias Koch/dpa
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Fördermittel schon vor Jahren bewilligt
Der Umzug ins rund 50 Kilometer östlich gelegene Fürstenwalde war für die VSG notwendig, da das eigene Stadion nicht saniert und für die 4. Liga tauglich war. Fördermittel in Höhe von 4,3 Millionen Euro waren seit 2020 bewilligt. Der Stadtbezirk Treptow-Köpenick schaffte es allerdings nicht, die Anlage für das erforderliche Viertliga-Niveau umzubauen. Auf eine Anfrage der dpa reagierte das Bezirksamt zunächst nicht.