Champions League

Referee in Erklärungsnot: Rätsel um Schlotterbeck-Rot

In der wilden Schlussphase des Playoff-Spiels von Borussia Dortmund bei Atalanta Bergamo sieht Nico Schlotterbeck die Rote Karte. Den Grund dafür hat der Nationalspieler vom Schiri nicht erfahren.

Von dpa

26.02.2026

Sah die Rote Karte: Nico Schlotterbeck. Federico Gambarini/dpa

Sah die Rote Karte: Nico Schlotterbeck. Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Nicht nur Nico Schlotterbeck rätselte nach dem dramatischen Champions-League-Aus von Borussia Dortmund bei Atalanta Bergamo über seine Rote Karte in der Nachspielzeit. Den Grund für die Bestrafung „konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären“, teilte der Abwehrspieler des Fußball-Bundesligisten nach der 1:4 (0:2)-Niederlage via Instagram mit. 

Im Getümmel um den VAR-Elfmeter gegen den BVB hatte der spanische Schiedsrichter José María Sánchez Bergamos Abwehrspieler Giorgio Scalvini und Schlotterbeck die Rote Karte gezeigt - obwohl der Dortmunder gar nicht mitgespielt hatte.

Schlotterbeck selbst schilderte die Szene so: „Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeit oder sonst irgendwas.“

Kovac hat eine Vermutung

BVB-Trainer Niko Kovac zeigte sich von der Entscheidung ebenfalls überrascht, lieferte aber zumindest einen Erklärungsansatz. „Das Einzige, was man Nico vielleicht vorwerfen kann, ist, dass er auf der anderen Seite war. Ich weiß, dass du als Trainer nicht in der Coaching-Zone des anderen Trainers sein darfst. Das kann der einzige Grund sein, denn ansonsten war da gar nichts“, sagte Kovac.

Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe konnte die Entscheidung als Experte bei „Bild“ jedoch nachvollziehen. „FIFA und UEFA haben da relativ klare und strikte Anweisungen. Wer als Teamoffizieller oder Auswechselspieler seine Coaching-Zone, seinen Bereich verlässt, ist zumindest schon mal zwingend zu verwarnen“, sagte der 52-Jährige. „Und wenn er dann die Review-Area in konfrontativer, aggressiver Art und Weise auch noch betritt, oder die gegnerische Coaching-Zone oder das Spielfeld, der ist sehr schnell des Feldes zu verweisen.“ Das sei offensichtlich der Fall gewesen, so Gräfe.

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