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Protest gegen umstrittene Buchmesse in Halle

Zahlreiche Autoren und Verlage kommen in der Halle Messe zusammen – darunter bekannte Namen aus der rechtsextremen Szene. Draußen formiert sich Protest.

Von dpa

08.11.2026

An der Messe formierte sich Protest.Heiko Rebsch/dpa

An der Messe formierte sich Protest.Heiko Rebsch/dpa

© Heiko Rebsch/dpa

Die umstrittene Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle ist teils von Protest begleitet worden. Am Samstag hatten sich einige Vertreterinnen der „Omas gegen Rechts“ neben die langen Besucherschlangen gestellt. Am Sonntag radelten laut Polizei bis zu 350 Demonstranten vom Steintor zur Messe. Ein Polizeisprecher sprach von sehr friedlichen Protestverläufen. Am Samstag habe es zwei Anzeigen wegen Beleidigung gegeben. 

In der Halle Messe waren laut Ausstellerverzeichnis über 140 Autoren und Verlage vertreten - darunter das „Compact-Magazin“ und der Antaios-Verlag. Beide in Sachsen-Anhalt beheimateten Verlage werden von den Verfassungsschutzbehörden von Land und Bund als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft.

Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“ protestierten am Samstag vor der Messe in Halle gegen die Buchmesse „Seitenwechsel“.Heiko Rebsch/dpa

Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“ protestierten am Samstag vor der Messe in Halle gegen die Buchmesse „Seitenwechsel“.Heiko Rebsch/dpa

© Heiko Rebsch/dpa

Die Organisatorin der „Seitenwechsel“-Buchmesse, Susanne Dagen, ist Mitglied der AfD-Stadtratsfraktion in Dresden und betreibt seit vielen Jahren eine Buchhandlung im Stadtteil Loschwitz. Im vergangenen Jahr hatte die Messe erstmals stattgefunden, damals kamen laut Veranstalter rund 6.000 Besucher.

Die Polizei ist vor der Messe präsent. Heiko Rebsch/dpa

Die Polizei ist vor der Messe präsent. Heiko Rebsch/dpa

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Auf der Webseite der Messe heißt es, Aussteller und Exponate, die „Diktaturen verherrlichen oder gegen die freiheitliche Gesellschaft gerichtet“ sind, würden nicht zugelassen. Es gehe darum, „oppositionell konservativen Meinungen“ eine Bühne zu geben.

Ein Banner vor der Messe richtete sich gegen die Buchmesse „Seitenwechsel“.Heiko Rebsch/dpa

Ein Banner vor der Messe richtete sich gegen die Buchmesse „Seitenwechsel“.Heiko Rebsch/dpa

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