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Preißler meldet sich erstmals nach Randalevorfall zu Wort

Wochenlang war Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Nun äußert er sich erstmals - allerdings nicht zu dem Polizeieinsatz in Leipzig.

Von dpa

01.10.2026

Nach Vorwürfen gegen Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) hat die Kommunalaufsicht ein Disziplinarverfahren eingeleitet. (Archivbild)Sebastian Willnow/dpa

Nach Vorwürfen gegen Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) hat die Kommunalaufsicht ein Disziplinarverfahren eingeleitet. (Archivbild)Sebastian Willnow/dpa

© Sebastian Willnow/dpa

Der Freiberger Oberbürgermeister Philipp Preißler hat sich erstmals nach dem Randalevorfall Anfang August in Leipzig zu Wort gemeldet. In einem Beitrag bei Instagram äußert er sich zur Anfechtung der Wahl, bei der er sich im vergangenen Herbst im zweiten Durchgang mit knapp 46 Prozent durchgesetzt hatte. Zunächst hatte die „Freie Presse“ berichtet.

Randale in Leipziger Hotel

Wegen der Klage hatte Preißler das Amt erst Ende Juni antreten können, hatte sich kurz darauf aber in einen Urlaub verabschiedet. Am 6. August soll Preißler dann in einem Hotel in Leipzig randaliert und Teile des Interieurs aus dem Fenster geworfen haben. Als die Polizei eingriff, verletzte er zwei Beamte, wie es in einer Mitteilung zu dem Vorfall hieß. Daraufhin wurde er zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ermittelt wird nun wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Anschließend war Preißler wochenlang abgetaucht. Laut Angaben der Stadt und des Landkreises war er nicht erreichbar und äußerte sich zu den Vorwürfen nicht.

Preißler: Umgang miteinander belastend

Auch in dem jetzigen Beitrag bezieht sich Preißler nicht auf den Polizeieinsatz, sondern ausschließlich auf die Klage, die ihn acht Monate lang daran hinderte, sein Amt als Oberbürgermeister anzutreten. „Unstreitig ist, dass grundsätzlich das Recht besteht, eine Wahl anzufechten“, schreibt er. Offen sei jedoch die Beteiligung einzelner Personen und welche Informationen dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgelegen hätten. „Den öffentlichen Umgang miteinander habe ich in den vergangenen Monaten als deutlich zugespitzt und belastend erlebt.“

Zum Text stellte Preißler zwei Fotos, die augenscheinlich in Lissabon aufgenommen wurden. Auf einem der Bilder ist er mit einer Kappe und einem bunt gemusterten T-Shirt zu sehen.

Zu dem Vorfall in Leipzig läuft neben den Ermittlungen der Polizei auch ein Disziplinarverfahren bei der Kommunalaufsicht. Zuvor hatte Landrat Krüger Preißler bereits verboten, seinen Dienst auszuüben. Erst einmal führt nun Bürgermeister Martin Seltmann (parteilos) die Amtsgeschäfte.

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