Nach Hochhausbrand in Berlin noch vier Wohnungen unbewohnbar
Bei einem Brand in einem Hochhaus stirbt ein Säugling, weitere Menschen werden schwer verletzt. Zahlreiche Menschen müssen aus ihre Wohnungen verlassen. Viele können nun aufatmen.
Der Qualm zog auch weit die Fassade hoch. (Archivbild) Markus Lenhardt/dpa
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Nach dem Hochhausbrand im Berliner Osten mit einem toten Kind sind nach Angaben der Wohnungsgesellschaft noch vier Wohnungen unbewohnbar. Es handelt sich um die Räume, in denen das Feuer am Mittwochabend ausbrach, sowie darüber beziehungsweise darunter liegende Wohnungen, wie eine Sprecherin der Howoge der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Die vier Wohnungen seien aber bereits freigegeben, so dass mit deren Sanierung begonnen werden könne. Den betroffenen Mietern würden möblierte Unterkünfte zur Verfügung gestellt, bis die Arbeiten beendet seien, so die Sprecherin. Eine andere Wohnungsgesellschaft unterstütze die Howoge. Auch aus dem Umfeld gebe es eine „unglaublich große Solidarität“.
Nach Angaben der Sprecherin können alle anderen Bewohner zurück in ihre Wohnungen. Heizung und Aufzug funktionieren demnach wieder. „Wir müssen allerdings schauen, ob die Wohnungen auch tatsächlich bewohnbar sind oder ob es Schäden infolge der Löscharbeiten gibt“, erklärte sie Sprecherin. Auch in solchen Fällen würden die Mieter unterstützt.
Mutter und Sohn in kritischen Zustand
Bei dem Feuer in dem Komplex in der Dolgenseestraße im Bezirk Lichtenberg ist ein Säugling gestorben. Das neun Monate alte Kind war gemeinsam mit seiner Mutter und deren fünf Jahre alten Sohn nach Polizeiangaben auf der dritten Etage bewusstlos aufgefunden worden. Notärzte reanimierten sie. Den Säugling konnten sie jedoch nicht retten, er starb.
Die 26-Jährige und der fünfjährige Junge kamen ins Krankenhaus. Ihr Zustand sei kritisch, hieß es von der Polizei. Aktuelle Angaben zu ihrem Zustand konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht machen.
Nach Angaben der Feuerwehr, die mit 170 Kräften im Einsatz war, wurden 70 Menschen aus dem verrauchten Gebäude mit 20 Geschossen gerettet beziehungsweise in Sicherheit gebracht. Insgesamt acht Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Die Polizei sprach von vier Menschen, die mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. Dazu gehörte demnach der 75-jährige Mann, in dessen Wohnung das Feuer nach ersten Erkenntnissen ausbrach.
Feuerwehrleute stehen für Löscharbeiten vor einem Wohnhaus. (Archivbild)Annette Riedl/dpa
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