Mordversuch mit Ameisensäure? - Urteil erwartet
Eine Frau aus Niedersachsen soll die Tötung ihres Ex mit Ameisensäure geplant haben. Der Mann überlebt die Säure im Gesicht zwar, erblindet aber. Zu welchem Urteil kommt das Gericht?
Die Angeklagte wies vor Gericht einen Tötungsplan zurück. (Archivbild) Julian Stratenschulte/dpa
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Im Prozess um einen mutmaßlichen Mordversuch mit hochkonzentrierter Ameisensäure wird am Mittwoch (9.00 Uhr) ein Urteil im Landgericht Braunschweig erwartet. Angeklagt ist eine 27-jährige Frau, die 2025 im Keller ihres Hauses im Landkreis Wolfenbüttel versucht haben soll, ihren Ehemann mit der Säure zu töten. Der Mann überlebte, erblindete aber.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft der Frau vor, sie habe in der Trennungsphase versucht, ihren Mann zu töten, um an 400.000 Euro aus einer Risikolebensversicherung zu kommen. Die deutsche Angeklagte soll ihrem wehrlosen Opfer von hinten die Ameisensäure über den Kopf und das Gesicht geschüttet haben. Zum Auftakt wehrte sich die Frau gegen die Vorwürfe.
Die Staatsanwaltschaft plädierte nach der Beweisaufnahme für eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Die Nebenklage forderte in Vertretung für das Opfer, eine besondere Schwere der Schuld festzustellen und dem Mann 250.000 Euro Schmerzensgeld zuzusprechen. Die Verteidigung beantragte einen Freispruch. Es gilt bis zu einem Urteil die Unschuldsvermutung.