„Miss Germany“-Veranstalter schämte sich für seinen Job
Max Klemmer hat die „Miss Germany“-Wahl umgekrempelt und aus einem Schönheits-Wettbewerb ein Event für Unternehmerinnen gemacht. In einem Interview erzählt er nun, warum.
Max Klemmer hat die „Miss Germany“-Wahl umgekrempelt (Archivbild).Philipp von Ditfurth/dpa
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Der Veranstalter der „Miss Germany“-Wahl, Max Klemmer, hat sich eine Weile für seinen Job geschämt. „Ich habe mir die Frage gestellt, ob das Ganze überhaupt noch zeitgemäß ist“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. „Das ging bis hin zur Scham.“
Irgendwann habe er bei Events nicht mehr gesagt, was er beruflich mache. „Ich habe gesagt, ich mache was mit Marketing und Veranstaltungen.“ Er habe sich die Frage gestellt, „ob das Ganze überhaupt noch zeitgemäß ist“, sagte er der „SZ“. „Diese „Fleischbeschau“ wollte ich nicht länger mitmachen.“
Im kommenden Jahr wird die „Miss Germany“-Wahl 100 Jahre alt (Archivbild). Felix Hörhager/dpa
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„Es gab viel Streit deswegen“
Klemmer hat aus dem Schönheitswettbewerb, den seine Familie jahrzehntelang ausrichtete, ein Event für Unternehmerinnen gemacht - und sich dafür nach eigenen Angaben mit seinem Vater und Großvater angelegt: „Es gab viel Streit deswegen.“
Mit der Änderung des Konzeptes ging er auch ein finanzielles Risiko ein, wie er der Zeitung sagte. „Wir haben uns 2019 für die Transformation einen Horizont von mehreren Jahren gesetzt. Dabei war ich anfangs sicherlich zu optimistisch, wie schnell sich ein etabliertes Geschäftsmodell durch ein neues ersetzen lässt.“
Für das kommende Jahr, zum 100. Jubiläum von „Miss Germany“, hofft er auf den „Break-even“, also darauf, dass die Kosten für die Veranstaltung von den Einnahmen gedeckt werden. Seit dem vergangenen Jahr findet die Wahl in München statt.