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Ministerin: Angriff in Berlin reißt alte Wunden auf

Berlin steht unter Schock, nachdem ein Auto während des CSD in Passanten gefahren ist. Bei Justizministerin Franziska Weidinger kommen auch Erinnerungen an Ende 2024 wieder hoch.

Von dpa

26.07.2026

Ministerin Weidinger sagt, dass die Tat von Berlin in Sachsen-Anhalt alte Wunden wieder aufreißt. (Archivbild)  Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Ministerin Weidinger sagt, dass die Tat von Berlin in Sachsen-Anhalt alte Wunden wieder aufreißt. (Archivbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Nach dem Angriff am Rande des CSD in Berlin sieht Justizministerin Franziska Weidinger Auswirkungen bis nach Sachsen-Anhalt. „Wir wissen aus eigener, schmerzhafter Erfahrung nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024, was Betroffene, Angehörige und eine ganze Gesellschaft in solchen Momenten durchleben“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Die Ereignisse in Berlin reißen bei uns in Sachsen-Anhalt Wunden auf, die längst nicht verheilt sind.“ 

Am späten Samstagabend war ein Auto am Rande des Berliner CSD in Passanten gefahren. Die Behörden fahnden nach dem Angriff nach dem 21-jährigen Abdul B., der mehr als ein Dutzend Menschen mit einem Van angefahren haben soll. Eine Frau wurde so schwer verletzt, dass sie starb. Der Verdächtige sei den Angaben der Polizei nach polizeibekannt und werde der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet. 

Was ist 2024 in Magdeburg passiert? 

Ende 2024 war in Magdeburg ein Mann mit einem 340 PS starken Mietwagen durch eine Lücke zwischen Betonabsperrungen auf den belebten Weihnachtsmarkt gefahren. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben, Hunderte Menschen wurden verletzt. 

Das Gericht hatte den 51 Jahre alten Angeklagten unter anderem wegen Mordes in sechs Fällen und versuchten Mordes in über 200 Fällen schuldig gesprochen. Es verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren ist damit nahezu ausgeschlossen.

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