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Ministerien bauen Stellen auf - Kritik aus der Opposition

In mehreren Ressorts der Landesregierung wächst die Zahl der Arbeitsplätze. Eine Aufstellung zeigt, wo der Zuwachs am größten war.

Von dpa

14.02.2026

Unter anderem im Hessischen Wirtschaftsministerium steigt die Zahl der Stellen. (Archivbild)Michael Brandt/dpa

Unter anderem im Hessischen Wirtschaftsministerium steigt die Zahl der Stellen. (Archivbild)Michael Brandt/dpa

© Michael Brandt/dpa

Die meisten Ministerien der schwarz-roten Landesregierung haben zuletzt unter dem Strich Stellen aufgebaut. Beim Landwirtschafts- und Umweltministerium stieg die Zahl einer Aufstellung zufolge zwischen Januar 2024 und Juli 2025 um 19 auf insgesamt 600 Stellen. Beim Wirtschafts- und Verkehrsministerium betrug der Zuwachs 18 Stellen auf insgesamt 567. 

Die Aufstellung veröffentlichte das Innenministerium auf eine Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Marion Schardt-Sauer hin. Diese kritisiert darin einen seit Jahren kontinuierlichen Anstieg der Stellenanzahl. 

Der Aufstellung zufolge stieg die Zahl der Stellen in dem Zeitraum im Finanzministerium um 17 auf 442,5, im Kultusministerium um 8 auf 407,5, in der Staatskanzlei um 7 auf 355 und im Wissenschaftsministerium um 6 auf 278,5. Als Gründe werden unter anderem zusätzliche Aufgaben genannt. Für das Justizministerium sind zwei Stellen weniger verzeichnet. 

Umorganisation zur Regierungsbildung

CDU und SPD beschlossen bei der Regierungsbildung Ende 2023 eine Umorganisation der Ministerien. Das neue Ministerium für Digitalisierung und Innovation ist in der Aufstellung mit 236,5 Stellen verzeichnet, die Aufgabe war zuvor in der Staatskanzlei angesiedelt. 

Das neu gebildete Familien- und Gesundheitsministerium ist mit 299,5 Stellen verzeichnet, es ging aus dem vorherigen Ministerium für Arbeit und Soziales hervor. Die Neuorganisation betraf zudem das Sozial- und das Innenministerium, die mit Stand Juli 2025 über 365 beziehungsweise 646 Stellen verfügten.

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