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Die Eisberge in Geesthacht trotzten dem Tauwetter

In Schleswig-Holstein bleiben die Eisberge auf der Elbe ein besonderer Anblick - wenn auch etwas geschrumpft. Die Stadt Geesthacht erwartet weiter Schaulustige und warnt vor Gefahren.

Von dpa

14.02.2026

Die Gemeinde Geesthacht ist seit Wochen gut besucht. Der Grund dafür: die außergewöhnlichen Eisberge auf der Elbe. (Archivbild)Bodo Marks/dpa

Die Gemeinde Geesthacht ist seit Wochen gut besucht. Der Grund dafür: die außergewöhnlichen Eisberge auf der Elbe. (Archivbild)Bodo Marks/dpa

© Bodo Marks/dpa

Wegen eines außergewöhnlichen Naturereignisses erwartet eine Stadt im Kreis Herzogtum Lauenburg weiterhin viele Besucher: Durch das nasse und kalte Wetter haben sich bei Geesthacht Eisberge und -schollen auf der Elbe gebildet. Eine Pressesprecherin teilte mit, dass deshalb seit Wochen viele Menschen - auch aus dem Ausland - in die Stadt strömten. 

Das Besucheraufkommen sei in der letzten Woche zwar etwas gesunken, was mutmaßlich mit dem Tauwetter zu tun habe. Die Eisberge seien aber noch da - wenn auch etwas kleiner. Die Stadt rechne weiter mit Besuchern, vor allem da zum Wochenende das Wetter wieder winterlich werden soll. 

Besucher müssen ihre Autos stehen lassen

Wie auch in den vergangenen Wochen bleibt die Elbinsel für Autos gesperrt. Die unübersichtliche Parksituation hatte zu Beginn dazu geführt, dass Wege versperrt waren. Besucherinnern und Besucher werden gebeten, ihre Autos in der Stadt abzustellen und dann mit Linienbussen zu den Eisbergen zu fahren.

Auf der Webseite der Stadt werden Interessierte darüber informiert, wo geparkt werden kann und welche Busse genommen werden können. Die Stadt empfiehlt zu der Haltestelle „Schleusenkanal“ zu fahren, von wo aus der Fußweg zu dem Naturspektakel ausgeschildert ist.

Eisberge sind nicht ganz ungefährlich

Die Stadt rät Besuchern allerdings etwas Abstand zu den Eisbergen zu halten. Sie sollen zwar stabil wirken, seien in Wahrheit aber „rutschig, brüchig und verändern ständig ihre Form“. Bei einem Unfall könne es passieren, dass Menschen in die extrem kalte Elbe fallen, was schwerwiegende Folgen haben könne - auch für die Rettungskräfte. 

Aber nicht nur die Eisberge können gefährlich sein, sondern auch der glatte Boden. Eine Sprecherin der Stadt teilte mit, dass es immer wieder zu kleinen Rettungseinsätzen käme. Die Glättegefahr sei am kommenden Wochenende aufgrund des Tauwetters erhöht. Das Eis, das angefangen habe zu schmelzen, soll dann durch die niedrigen Temperaturen vermutlich erneut überfrieren.