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Mindestens 22 Brandanschläge auf Infrastruktur in Berlin

Stromausfall, brennende Kabel, beschädigte Funkmasten: Berlin erlebt seit Jahren gezielte Angriffe auf die Infrastruktur.

Von dpa

21.04.2026

Die Berliner Polizei zählte mindestens 22 mutmaßlich linksextreme Brandanschläge auf Infrastruktur in Berlin. (Archivbild)Michael Ukas/dpa

Die Berliner Polizei zählte mindestens 22 mutmaßlich linksextreme Brandanschläge auf Infrastruktur in Berlin. (Archivbild)Michael Ukas/dpa

© Michael Ukas/dpa

In Berlin sind seit dem Jahr 2000 mindestens 22 Brandanschläge mutmaßlich von Linksextremisten auf kritische Infrastruktur wie Stromleitungen verübt worden. Das geht aus einer Auflistung von Polizei und Senatsinnenverwaltung in einer Antwort auf eine AfD-Anfrage hervor. 

Vor allem Stromkabel, Trafostationen, Kabelschächte und Funkmasten waren Ziel der Brandanschläge. Die genauen Daten und Orte sind in der Liste nicht enthalten, sie endet mit dem Anschlag auf die Hochspannungskabel Anfang Januar im Südwesten Berlins mit einem tagelangen großen Stromausfall. 

Weitere Anschläge gab es in dem Zeitraum auch in Brandenburg mit Bezug zu möglichen Tätern oder Objekten aus Berlin. Sicherheitspolitisch werde „von einem gemeinsamen Gefahrenraum für Berlin und Brandenburg ausgegangen“, hieß es. „Das heißt, dass Aktionen in einem der beiden Bundesländer Rückwirkungen und ggf. unmittelbare Auswirkungen auf das jeweils andere Bundesland haben können.“

Von der linksextremistischen Kampagne „Switch Off“ würden für Aktionen, Angriffe und Anschläge inzwischen über 50 Taten mit Bezug
zu Berlin aufgelistet, teilte die Senatsinnenverwaltung mit. Die Liste reiche von Farbanschlägen bis zu schweren Brandstiftungen. Begründungen seien Themen wie Umwelt, Technologien, Faschismus oder Israel. Damit wolle die Initiative möglichst viele Themen und Aktivisten ansprechen.