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Millionenförderung für Implantatforschung an Uni Rostock

Die Menschen werden immer älter und mit ihnen die Gelenke. Ob Hüfte, Knie, Schulter - der Verschleiß setzt ihnen zu und verursacht Schmerzen. Die Universität forscht an elektrisch aktiven Implantaten.

Von dpa

04.03.2026

An „Elaine“-Projekt sind 80 Forscherinnen und Forscher an der Universitätsmedizin Rostock beteiligt. Bernd Wüstneck/dpa

An „Elaine“-Projekt sind 80 Forscherinnen und Forscher an der Universitätsmedizin Rostock beteiligt. Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Die Forschungsarbeiten für neuartige Implantate an der Universitätsmedizin Rostock werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten dreieinhalb Jahren mit rund 12 Millionen Euro unterstützt. Der sogenannte Sonderforschungsbereich (SFB) „Elaine“ (Elektrisch Aktive Implantate) startete offiziell in die dritte und letzte bis 2029 dauernde Förderperiode. 

Über die gesamte Laufzeit, die 2017 begann, werden damit insgesamt 37 Millionen Euro an DFG-Fördermitteln, davon 34,5 Millionen Euro direkt an die beteiligten Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern geflossen sein, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. 

„Elaine ist das Leuchtturm-Projekt der sich rasant entwickelnden Medizintechnik an der Universität und Universitätsmedizin Rostock“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) anlässlich des Beginns der neuen Förderperiode. An dem Projekt sind rund 80 Forscherinnen und Forscher aus den verschiedenen Disziplinen von Medizin, Biologie über Elektrotechnik und Ingenieurswissenschaften beteiligt. 

Versuche mit Strom sind für die Forscherinnen und Forscher des Projektes „Elaine“ von großer Bedeutung.Bernd Wüstneck/dpa

Versuche mit Strom sind für die Forscherinnen und Forscher des Projektes „Elaine“ von großer Bedeutung.Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Das Team arbeitet bereits seit acht Jahren an der Entwicklung elektrisch aktiver Implantate, die durch gezielte Stimulation regenerative Prozesse beschleunigen und damit innovative Wege für patientenspezifische Therapien eröffnen. Sie sollen künftig zur Behandlung von Knochen- und Knorpeldefekten, beispielsweise am Knie, aber auch für die tiefe Hirnstimulation zur Therapie neurologischer Erkrankungen wie Parkinson und Dystonie eingesetzt werden. Im Hinblick auf die alternde Gesellschaft seien derartige intelligente Implantate zunehmend von Bedeutung, hieß es.

An der Unimedizin Rostock wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Elaine“ ein Test-Implantat aus Titan am Kieferknochen eines Hausschweins hergestellt.Bernd Wüstneck/dpa

An der Unimedizin Rostock wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Elaine“ ein Test-Implantat aus Titan am Kieferknochen eines Hausschweins hergestellt.Bernd Wüstneck/dpa

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