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Mehr Entschädigung für Angehörige gestorbener Feuerwehrleute

Mehr Geld für Hinterbliebene, höhere Leistungen bei gesundheitlichen Schäden: Thüringen erhöht die Unterstützung für ehrenamtliche Feuerwehrleute.

Von dpa

29.06.2026

Ehrenamtliche Feuerwehrleute und ihre Angehörigen sollen mehr Entschädigung bei dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder im Todesfall erhalten. (Symbolbild)Philipp von Ditfurth/dpa

Ehrenamtliche Feuerwehrleute und ihre Angehörigen sollen mehr Entschädigung bei dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder im Todesfall erhalten. (Symbolbild)Philipp von Ditfurth/dpa

© Philipp von Ditfurth/dpa

Ehrenamtliche Feuerwehrleute und deren Angehörige können mit einer höheren Entschädigung bei gesundheitlichen Schäden oder Tod rechnen. Zum 1. Juli steigt die Unterstützung für Hinterbliebene im Todesfall von 20.000 Euro auf 25.000 Euro, wie das Thüringer Innenministerium mitteilte. Bei dauerhaften gesundheitlichen Schäden steigen die Leistungen je nach Schwere auf bis zu 12.000 Euro. Bei längeren Arbeitsunfähigkeiten werden maximal 1.200 Euro statt bisher 1.000 Euro gezahlt. 

Dazu haben Innenminister Georg Maier (SPD) und der Geschäftsführer der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte (FUK Mitte), Detlef Harfst, eine Änderung in der entsprechenden Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Den Angaben nach greifen die Leistungen in solchen Fällen, in denen Gesundheitsschäden während des Feuerwehrdienstes entstanden sind oder sich verschlimmert haben, die Voraussetzungen nach dem gesetzlichen Unfallversicherungsrecht jedoch nicht erfüllt werden.

Rund 70.000 Euro seit 2021 ausgezahlt 

Innenminister Maier sagte, mit der Erhöhung setze die Landesregierung ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung. „Wer sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagiert, verdient auch die Unterstützung der Gemeinschaft, wenn im Dienst etwas passiert“, so Maier. Feuerwehrfrauen und -männer setzten sich Risiken aus, um anderen zu helfen. Sie leisteten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in Thüringen. 

Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit 2021 insgesamt 69.715 Euro in 53 Verfahren an betroffene Feuerwehrangehörige und deren Familien ausgezahlt. Darunter seien auch zwei besonders tragische Fälle gewesen: In den Jahren 2023 und 2024 erhielten Hinterbliebene nach dem Tod eines Feuerwehrangehörigen jeweils 20.000 Euro.