Materialforschung: TU Chemnitz bekommt Hightech-Mikroskope
Für rund 20 Millionen Euro ist an der TU Chemnitz ein Forschungsneubau mit zwei modernen Elektronenmikroskopen entstanden. Das haben die Wissenschaftler damit vor.
Im neuen Forschungszentrum TEM der TU Chemnitz setzt Mitarbeiter Paul Seidel eine Materialprobe in eine Ionenfeinstrahlanlage ein.Hendrik Schmidt/dpa
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Wissenschaftler können mit neuen hochauflösenden Elektronenmikroskopen in Chemnitz künftig Materialien bis auf die Ebene von Molekülen und Atomen untersuchen und erforschen. So lassen sich den Angaben zufolge etwa Schäden detailliert analysieren und belastbare Aussagen zu Beanspruchung und Lebensdauer von Bauteilen treffen.
Die Technische Universität Chemnitz schließe damit auf dem Gebiet der Materialforschung wieder zur Weltspitze auf, erklärte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU), zur Schlüsselübergabe für das neue Zentrum.
Der Forschungsneubau hat den Angaben zufolge rund 13 Millionen Euro gekostet und wurde innerhalb von knapp zwei Jahren errichtet. Hinzu kommen weitere 7 Millionen Euro für Großgeräte: zwei Transmissionselektronenmikroskope und eine Ionenfeinstrahlanlage. Mit ihr lassen sich nur wenige Nanometer dünne Materialproben herstellen. Die Geräte sind in speziell abgeschirmten und klimatisierten Messräumen im Kern des Gebäudes untergebracht. Außerdem beherbergt es Labore und Büros.
Zentrum nimmt im Sommer den Forschungsbetrieb auf
Das neue Zentrum soll im Sommer den Forschungsbetrieb aufnehmen und künftig von mehreren Fakultäten genutzt werden. Es schaffe sehr attraktive Arbeitsbedingungen für neue interdisziplinäre Forschungsvorhaben, aber auch für die Gewinnung und Ausbildung von akademischem Nachwuchs, erläuterte die für Forschung und Universitätsentwicklung zuständige Prorektorin Anja Strobel. Forscher und Studenten erhielten damit Zugang zu neuesten Technologien und Methoden in der Materialwissenschaft.
Das neue Zentrum Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) der Technischen Universität Chemnitz.Hendrik Schmidt/dpa
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Markus Gruschwitz, wissenschaftlicher Mitarbeiter, hält eine Materialprobe an einem neuen Transmissionselektronenmikroskop der TU Chemnitz in seinen Händen.Hendrik Schmidt/dpa
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Hightech für die Materialforschung: Im neuen Forschungszentrum TEM der Technischen Universität Chemnitz setzt ein Mitarbeiter eine Materialprobe in eine Ionenfeinstrahlanlage ein.Hendrik Schmidt/dpa
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