Leiche im Wattenmeer bei „Aktenzeichen XY“ – Zeugen gesucht
Eine Mordkommission ermittelt: Warum endete eine Bootsfahrt für einen Hamburger Unternehmer tödlich? Auch kleine Hinweise könnten jetzt entscheidend sein.
Rudi Cerne moderiert seit mehr als zwei Jahrzehnten die Sendung im ZDF. (Archivbild)Peter Kneffel/dpa
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Nach dem Fund einer Wasserleiche im Wattenmeer suchen Ermittler im Norden Deutschlands weiterhin nach Hinweisen zu den Hintergründen des Falls. Dieser soll am Mittwochabend ab 20.15 Uhr in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt werden, wie die Polizei mitteilte.
Boot des Toten wurde später führerlos bei Cuxhaven gefunden
Bei dem Toten handelt es sich den Angaben zufolge um einen Hamburger Unternehmer, der seit Ende April 2024 vermisst worden war. Die Leiche war bereits am 9. Juli 2024 auf der Sandbank Süderoogsand im schleswig-holsteinischen Wattenmeer entdeckt worden. Die Identität sei im Zuge rechtsmedizinischer Untersuchungen geklärt worden, teilte die Polizei mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Mann am 29. April 2024 allein mit einem hochseetauglichen Festrumpfschlauchboot von einer Anlegestelle im Landkreis Stade aus in Richtung Nordsee aufgebrochen. Das Boot sei später führerlos im Bereich der Außenelbe-Reede bei Cuxhaven gefunden worden.
Vorsätzliches Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen
Die Mordkommission in Flensburg ermittelt demnach gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft. Ein vorsätzliches Tötungsdelikt könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Konkrete Hinweise auf Tatverdächtige gebe es bislang nicht. Nach Angaben der Ermittler ist bislang auch unbekannt, unter welchen Umständen der Mann ums Leben kam. Mögliche Beteiligte oder ein konkreter Tatablauf sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Die Ermittler bitten nun Zeugen um Hinweise zu der Bootsfahrt, zu Beobachtungen im Bereich der Außenelbe oder zu möglichen Hintergründen des Falls. Auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen könnten relevant sein, teilte die Polizei mit. Für zur Aufklärung beitragende Hinweise hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 7.000 Euro ausgesetzt.