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Klopp nach dem Griechen-Flop: „Sind nicht so schlecht“

Die erste Euphorie ist dahin. Und Jürgen Klopp ist bemüht, nach dem 0:1 gegen Griechenland keine Depression aufkommen zu lassen. Er stellt sich zudem vor seine Jungs. Nun ist Kader zwei dran.

Von dpa

28.09.2026

Jürgen Klopp erklärt die Niederlage, verfällt aber nicht in Depression.Sven Hoppe/dpa

Jürgen Klopp erklärt die Niederlage, verfällt aber nicht in Depression.Sven Hoppe/dpa

© Sven Hoppe/dpa

Den nächsten bitteren Realitäts-Check des deutschen Fußballs arbeitete Jürgen Klopp zunächst in der Kabine mit seinem ersten Kader auf, der direkt danach die Heimreise antrat. Danach stemmte sich der Bundestrainer bis kurz vor Mitternacht im Presseraum des Augsburger Stadions nach dem 0:1 (0:0) gegen Griechenland knapp 19 Minuten lang gegen eine neu aufkommende Negativstimmung im Land nur drei Monate nach dem WM-Flop. 

„Wenn die Euphorie jetzt weg ist, tut mir das leid“, sagte der 59-Jährige. Bei ihm sei das nach zwei sieglosen Spielen keineswegs der Fall. „Es gibt für mich keinen Grund, jetzt in Depression zu verfallen und zu sagen, wir sind ja doch so schlecht. Sind wir nicht“, sagte Klopp energisch. „Aber wir sind auch nicht jetzt schon wieder so gut, wie wir gerne wären.“

„Lasst die Jungs in Ruhe“

Klopp übernahm die Verantwortung für den Fehlstart in die Nations League, für seine große Sichtung mit dem Doppelkader inklusiver zahlreicher Neulinge, für Aufstellung und Ergebnis. Und er wandte sich direkt an die Medien: „Wenn ihr euch auf dem Weg an jemandem auslassen und jemanden kritisieren wollt, macht das mit mir. Lasst euch an mir aus - und lasst die Jungs in Ruhe.“ 

Frustrierte deutsche Spieler nach dem Schlusspfiff.Federico Gambarini/dpa

Frustrierte deutsche Spieler nach dem Schlusspfiff.Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Nicht nur die Nationalmannschafts-Neulinge, sondern auch die etablierten Spieler bräuchten Unterstützung: „Das sind Topspieler in Topvereinen. In Sack und Asche müssen sie nicht gehen.“ Wer die Art Fußball, die er dem DFB-Team mit harter Arbeit einimpfen möchte, „mitgehen will, für den wird immer eine Tür offen sein“, sagte Klopp an die Adresse der Spieler. Das sollte auch heißen: Zweifel an seinem Weg lässt er nicht zu.

Aber auch der erfolgreiche Ex-Vereinscoach kann als Nationaltrainer nicht zaubern. „Dass der deutsche Fußball aktuell nicht in der besten Situation aller Zeiten ist und Jürgen Klopp nicht vorbeikommt und einfach kurz mit Handauflegen alle Probleme löst, das wusste ich vorher“, sagte der Nachfolger von Julian Nagelsmann. „Wenn es irgendwer nicht wusste, dann weiß er es jetzt“, sagte er am Ende des Augsburger Abends.

Kader zwei startet - mit zweimal Training

„Schritte sind nie groß genug. Es geht nie schnell genug. Aber am Ende wird es einen Moment geben in der näheren Zukunft, an dem wir bereit sind, gegen jeden Gegner ein unangenehmer zu sein“, versicherte Klopp. 

Noch in der Nacht ging es für ihn und die Spieler seines zweiten Kaders, die in Augsburg Augenzeugen der Niederlage waren, die rund 180 Kilometer zurück nach Franken. Im Quartier in Herzogenaurach steht viel Arbeit in der kurzen Vorbereitung auf das nächste Spiel am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München gegen den punktlosen Tabellenletzten Serbien an. „Die zweite Gruppe ist ausgeruht, wir werden zweimal trainieren“, kündigte Klopp für heute an.

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