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Kältehilfe stellt rund 1.000 Plätze zur Verfügung

Für Menschen ohne Wohnung wird das Leben noch schwieriger, wenn der Winter kommt. Viele suchen nachts dann Schutz in einer Notunterkunft.

Von dpa

30.09.2026

Mit der kalten Jahreszeit wird das Leben für viele wohnungslose Menschen noch schwieriger. (Archivbild) Paul Zinken/dpa

Mit der kalten Jahreszeit wird das Leben für viele wohnungslose Menschen noch schwieriger. (Archivbild) Paul Zinken/dpa

© Paul Zinken/dpa

Die Berliner Kältehilfe nimmt mit Beginn der kalten Jahreszeit wieder wohnungslose Menschen auf. Offizieller Starttermin der Kältehilfesaison ist der 1. Oktober, wie der Zusammenschluss von Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege LIGA mitteilte. In den besonders kalten Monaten von November bis März sollen rund 1.000 Plätze zur Verfügung stehen.

Die Kältehilfe sei allerdings nur ein wichtiger Baustein der Wohnungsnotfallhilfe. „Die zentrale sozialpolitische Herausforderung bleibt die Wohnungslosigkeit, die nicht selten mit weiteren Problemlagen verbunden ist“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.

„Die Berliner Kältehilfe ist unverzichtbar, sie schützt Menschen vor Kälte und rettet im Zweifel Leben, aber sie löst Wohnungslosigkeit nicht“, so der Geschäftsführer des Arbeiterwohlfahrt-Landesverbandes Berlin, Oliver Bürgel. Berlin müsse deshalb den nächsten Schritt gehen - weg von der Verwaltung von Wohnungslosigkeit, hin zu ihrer konsequenten Verhinderung.

Die Direktorin des regionalen Diakonischen Werkes, Ursula Schoen, ergänzte: „Wer wie so viele mit einer Crack- oder Heroinsucht auf der Straße lebt, braucht viel mehr als einen Schlafplatz.“

Nur Schlafplätze reichen nicht 

Notwendig sei ein funktionierendes System aus Unterbringung, Suchtberatung und weiterführenden Hilfen. „In der kalten Jahreszeit zeigt sich besonders deutlich, wie lebenswichtig solche Angebote sind“, hieß es. Die Berliner Kältehilfesaison dauert in der Regel vom 1. Oktober bis zum 30. April des Folgejahres.

In der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege haben sich in Berlin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Landesverband Berlin (Federführung 2025/2026), die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Caritasverband für das Erzbistum Berlin zusammengeschlossen. Dazu gehören außerdem der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, der DRK- Landesverband sowie die Jüdische Gemeinde zu Berlin.

Im vergangenen Winter lag die Auslastung der Plätze in der Kältehilfe nach Angaben der Sozialverwaltung bei mehr als 90 Prozent und in der Spitze bei rund 96 Prozent. Vor allem im vergangenen Januar und Februar hätten viele Menschen angesichts andauernder Minustemperaturen Schutz gesucht.

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