Jugendlicher fährt auf Zugkupplung mit - Polizei warnt
Unter manchen Jugendlichen gilt es als Mutprobe, auf der Kupplung eines Zuges mitzufahren. Aus Sicht der Polizei ist das aber vor allem eines: lebensgefährlich.
Am Anfang und Ende von Zügen ragen häufig Kupplungen heraus. Auf einer solchen Kupplung fuhr in Südbaden ein Jugendlicher mit. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa
© Bernd Weißbrod/dpa
Ein Jugendlicher ist in Südbaden auf der Kupplung eines Zuges mitgefahren. Wie die Bundespolizei mitteilte, entdeckte eine Reisende am Bahnhof Bad Krozingen, dass der Jugendliche auf der Kupplung am Ende des Zuges saß. Als sie ihn ansprach, sei er geflüchtet. Am nächsten Halt des Zuges in Efringen-Kirchen überprüfte dann der Lokführer erneut die Kupplung am Ende des Zuges und beobachtete, wie eine Person von der Kupplung sprang und wegrannte.
Die Bundespolizei geht davon aus, dass der Jugendliche nach seiner Flucht in Bad Krozingen zurückkehrte, sich erneut auf die Kupplung setzte und darauf weiterfuhr. Sicher könne man das aber nicht sagen, die Ermittlungen dauerten an, sagte ein Sprecher.
Nach Angaben der Bundespolizei gibt es immer wieder Jugendliche, die das sogenannte „Trainsurfen“ als Mutprobe sehen. Dabei komme es immer wieder zu schweren und tödlichen Unfällen, warnen die Beamten. „Wer außen am Zug mitfährt, riskiert sein Leben“, hieß es. Ob es sich in dem konkreten Fall in Südbaden ebenfalls um eine Mutprobe handelte, ist nicht bekannt, sagte der Sprecher.