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Jagdverband dringt auf rasche Regelung für Wolfsabschüsse

Der Jagdverband macht Druck: Der Wolf soll nach der Zustimmung im Bundesrat rasch zur Bejagung in Brandenburg freigegeben werden. Naturschützer protestieren.

Von dpa

27.03.2026

Wölfe können künftig leichter geschossen werden - es soll Jagdzeiten in Deutschland geben. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Wölfe können künftig leichter geschossen werden - es soll Jagdzeiten in Deutschland geben. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht dringt der Landesjagdverband Brandenburg auf rasche Neuregelungen für Abschüsse von Wölfen. Die Bundesländer können die Jagd in jenen Regionen erlauben, wo sich der Wolf in einem günstigen „Erhaltungszustand“ befindet, wo er also gute Chancen auf einen langfristigen Fortbestand hat. 

Der Bundesrat in Berlin stimmte heute der Aufnahme als jagdbare Tierart ins Gesetz zu. Ziel soll ein besserer Schutz von Weidetieren wie Schafen sein. 

Verband: Bejagung noch in diesem Jahr ermöglichen

Jetzt müsse die Landesregierung zügig die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um noch in diesem Jahr mit einem aktiven Wolfsmanagement zu beginnen, forderte der Landesjagdverband in Brandenburg. „Die politischen Entscheidungen sind gefallen - nun darf nicht noch mehr Zeit verloren gehen. Es braucht jetzt entschlossenes Handeln“, sagte Verbands-Präsident Dirk-Henner Wellershoff. 

Die „Grenze des Zumutbaren“ sei erreicht, hieß es. Der Jagdverband gibt die Zahl der Wölfe in Brandenburg mit rund 1.500 an. Die Behörden nennen bisher aber keine solchen Zahlen, sondern verweisen auf die Zahl der Rudel. Für das Wolfsjahr 2024/25 nennt das Landesamt für Umwelt 60 bestätigte Wolfs-Territorien mit 54 Rudeln und 6 Paaren in Brandenburg. 

Brandenburg plant neuen Umgang mit Wölfen

Brandenburg arbeitet an einem Plan, wie eine Bejagung der Tiere konkret aussehen kann. Regelungen dazu sind laut Agrarministerium noch in der Abstimmung. Naturschutzverbände und Wolfsschützer lehnen eine Bejagung des Wolfs ab.