dpa

Ingenieurdienstleister Bertrandt macht weiter Verluste

Der kriselnde Automobilsektor macht auch den Zulieferern zu schaffen. Der Ingenieurdienstleister Bertrandt meldet Verluste – und musste Stellen hauptsächlich in Deutschland abbauen.

Von dpa

13.05.2026

16,42 Millionen Euro Verlust machte das Unternehmen aus Ehningen laut seinem Halbjahresbericht. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

16,42 Millionen Euro Verlust machte das Unternehmen aus Ehningen laut seinem Halbjahresbericht. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Der Ingenieurdienstleister Bertrandt hat weiter mit der Krise im Automobilsektor zu kämpfen. Im vergangenen Halbjahr betrug der Verlust 18,483 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Ehningen (Kreis Böblingen) mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 14 Millionen Euro.

Gründe seien neben der anhaltenden Krise des Automobilsektors Projektverschiebungen bei einzelnen Kunden und der Iran-Konflikt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „In Kombination mit anhaltenden Handelskonflikten besteht das Risiko, dass die wirtschaftliche Schwächephase anhält und die Wirtschaftsleistung auch im Jahr 2026 erneut rückläufig sein könnte“, teilte Bertrandt weiter mit. 

Der Umsatz des Unternehmens, an dem der Sportwagenbauer Porsche mit 28,97 Prozent beteiligt ist, lag bei rund 455 Millionen Euro. Und ist damit um etwa 12 Prozent eingebrochen.

Stellenabbau an deutschen Standorten

Insbesondere an den deutschen Standorten habe es außerdem einen Stellenabbau gegeben. Das Unternehmen beschäftige 11.744 Mitarbeitende und somit 1.437 weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bertrandt teilte auf Anfrage mit, dass 1.344 davon in Deutschland gestrichen wurden. Der Ingenieurdienstleister unterhält Standorte in Europa, den USA, Afrika und China.

Karte