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Igel bitte melden! - Paarungszeit der Stacheltiere beginnt

Den Rasenmäher im Mai stehen lassen und Mähroboter generell nur tagsüber einsetzen. Damit kann man den Igeln helfen. Aber auch wer keinen Garten besitzt, ist gefragt.

Von dpa

06.05.2026

Der Igel ist zwar weit verbreitet, seine Bestände gehen aber zurück. (Archivbild)Armin Weigel/dpa

Der Igel ist zwar weit verbreitet, seine Bestände gehen aber zurück. (Archivbild)Armin Weigel/dpa

© Armin Weigel/dpa

Im Mai beginnt die Paarungszeit bei den Igeln, und die Männchen durchstreifen auf Brautschau die Gärten. Mit Glück kann man ab der Dämmerung die stacheligen Gartenbewohner beobachten oder hören. Um mehr über Verhalten und Verbreitung zu erfahren, bitten Naturschutzverbände die Bevölkerung um Mithilfe: Diese sollen vom 15. bis 25. Mai wieder bundesweit Igel übers Internet melden. Wer einen Garten besitzt, kann aber auch selbst zum Schutz der Tiere beitragen. 

„Wer einen Igel im Garten oder am Straßenrand entdeckt, kann mit einer einfachen Online-Meldung einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten“, erläuterte Angelika Nelson vom bayerischen Naturschutzverband LBV mit. Dieser hatte die Mitmachaktion 2023 gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland, der Deutschen Wildtierstiftung und anderen Partnern ins Leben gerufen. 

Auch tote Igel interessieren die Fachleute

Wer einen lebendigen oder toten Igel sieht, sollte diesen nach Angaben des LBV mit Datum und möglichst genauem Ort melden. Auch Maulwürfe können in den Meldezeiträumen jeweils im Mai und im September gemeldet werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern werten die Daten demnach aus. 

Der Igel gilt inzwischen als potenziell gefährdet, weil er unter anderem oft den Tod auf der Straße findet oder nicht mehr genügend Nahrung findet. Wer dem Igel helfen wolle, lasse im Mai den Rasenmäher im Schuppen. „Denn ungemähte Flächen schaffen Lebensraum für Wildblumen, Kräuter und viele Insekten. Davon profitieren dann Igel, Vögel und Fledermäuse“, sagte Nelson. Mähroboter sollten außerdem nicht in den Abend- und Nachtstunden unterwegs sein, weil diese für Igel eine tödliche Gefahr seien.

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