IT-Betrugsmasche in MV – was ein Datenschützer jetzt rät
Plötzlich ruft der angebliche Softwaresupport an – doch es ist ein Scam. Derzeit häufen sich die Betrugsfälle im Nordosten, sagt der Landesdatenschutzbeauftragte. Er hat Tipps, um sich zu schützen.
„Geben Sie in keinem Fall Zugangsdaten, Passwörter, TANs oder persönliche Daten heraus“, sagt der Landesdatenschutzbeauftragte. (Symbolbild)Philip Dulian/dpa
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Der Landesdatenschutzbeauftragte Sebastian Schmidt hat in Mecklenburg-Vorpommern vor betrügerischen IT-Firmen gewarnt. Zuletzt habe es vermehrt Sicherheitsvorfälle gegeben, bei denen sich Kriminelle Zugang zu den Daten von Privatpersonen, Unternehmen und öffentlichen Stellen im Land verschafft hätten, wie Schmidt mitteilte.
Wie funktioniert der Betrug?
Die Betrüger geben sich demnach als Mitarbeiter von IT- und Softwarefirmen aus und nehmen unaufgefordert Kontakt auf. Durch aufdringliche Anrufe, E-Mails, SMS oder Warnmeldungen auf bestimmten Websites werde behauptet, dass ein vermeintlich schweres Sicherheitsproblem oder eine Schwachstelle, etwa durch einen Virus oder Cyberangriff, umgehend behoben werden müsse.
„Es wird ganz gezielt versucht, Druck aufzubauen“, sagte Schmidt. „Durch den Zugriff auf die Nutzerdaten können dann Nutzerkonten gesperrt werden, um Geld zu erpressen oder an sensible personenbezogene Daten zu gelangen.“
Wie kann ich mich schützen?
„Bleiben Sie ruhig und geben Sie in keinem Fall Zugangsdaten, Passwörter, TANs oder persönliche Daten heraus“, rät Schmidt. Betroffene sollten keine Software installieren oder auf externe Links oder Anhänge klicken, um Zugriffe zu vermeiden. „Beenden Sie etwaige Anrufe sofort, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt.“ Seriöse IT-Unternehmen würden nie unaufgefordert anrufen und sich bei Organisationen immer direkt an die internen IT-Verantwortlichen wenden.
Bei einem Betrugsversuch sollte man sofort die Internetverbindung trennen, Passwörter ändern, einen Virenscan durchführen und bei der Polizei Anzeige erstatten, hieß es. Wer Zahlungsdaten herausgegeben hat, müsse sofort die zuständige Bank informieren.