Hubschrauber fliegen Sturmholz aus der Sächsischen Schweiz
Knapp vier Wochen nach dem schweren Unwetter in Rathen laufen noch immer die Aufräumarbeiten. Warum jetzt auch Hubschrauber eingesetzt werden.
Hubschrauber holen Sturmholz aus dem Unglücksgebiet.Robert Michael/dpa
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Nach dem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz bei Rathen werden umgestürzte Baumstämme jetzt per Hubschrauber ausgeflogen. Es sei die einzige Möglichkeit, das Sturmholz aus dem schwer zugänglichen Gebiet rund um den Amselsee und die Felsenbühne Rathen abzutransportieren, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst mit. Große Forstmaschinen könnten dort nicht eingesetzt werden.
„Im Bereich der Felsenbühne müssen umgestürzte Bäume aus dem Zuschauerbereich sowie vom Dach des Hauptgebäudes ausgeflogen werden“, teilte Sachsenforst mit. Außerdem würden Bäume auf den angrenzenden Hängen gesichert und abtransportiert. „Flächen rund um den Amselsee gleichen derzeit einem Mikado-Spiel aus übereinanderliegenden Stämmen.“
Im Schadensgebiet würden die Stämme zunächst mit Motorsägen abgesägt, um überhaupt abtransportiert werden zu können, sagte Thomas Rother, Abteilungsleiter Forstbetrieb bei Sachsenforst. Baumkletterer bereiteten dann das Holz vor, damit es ausgeflogen werden kann.
Flüge im Fünf-Minuten-Takt
Der Hubschrauber fliege im Fünf-Minuten-Takt aus dem Schadensgebiet zu einem Abladeplatz. Dort werde das Holz zurechtgeschnitten für einen Verkauf an Holzkunden, sagte Rother. Nächste Woche solle noch ein zweiter Hubschrauber dazukommen. Der Einsatz werde voraussichtlich 15 Arbeitstage in Anspruch nehmen.
Am 31. Juli hatte ein kurzes, heftiges Unwetter den Bereich um den Amselsee und die Felsenbühne Rathen schwer verwüstet. Ein Mensch kam ums Leben. Meteorologen gingen davon aus, dass eine sogenannte Fallböe das Areal getroffen hat. Dabei schießt ein kräftiger Abwind aus einem Gewitter nach unten. Ein Teil der Sächsischen Schweiz blieb nach dem Unglück gesperrt.