Hessen erwartet 2026 ein Steuerminus von 203 Millionen Euro
Das Land muss Experten zufolge in diesem Jahr weiter mit deutlichen Steuerausfällen rechnen. Die Kommunen könnten aber bis 2030 mehr Gewerbesteuer kassieren.
Die Steuerschätzung sagt für Hessen kurzfristig weitere Steuerausfälle voraus. Kommunen könnten dagegen langfristig auf mehr Geld ihrer Gewerbebetriebe hoffen. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Hessen muss laut Expertenvorhersage 2026 mit einem Steuerminus in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Die aktuelle Steuerschätzung prognostiziere Steuereinnahmen von 27,8 Milliarden Euro und damit ein Minus von 203 Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltsplan, wie das Finanzministerium in Wiesbaden mitteilte. Doch es fügte hinzu: „Ab 2027 ergeben sich Mehreinnahmen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr.“
Hessens Kommunen wiederum könnten 2026 bis 2030 deutliche Mehreinnahmen von insgesamt rund zwei Milliarden Euro erwarten - vor allem wegen eines angenommenen Anstiegs der Gewerbesteuereinnahmen. Abzuwarten bleibt laut Finanzministerium allerdings, ob sich diese künftigen Mehreinnahmen regional auf traditionell „steuerstarke“ Gemeinden konzentrieren „oder ob alle hessischen Kommunen von dem Plus profitieren können“.