Hertha mit zurückhaltendem Saisonziel: Einstelliger Platz
Hertha BSC verliert massiv an Qualität. Leistungsträger wie Reese oder Cuisance sind weg. Das Saisonziel ist deutlich niedriger als im Vorjahr. Görlich warnt: „So wie es war, darf es nicht mehr sein.“
Geschäftsführer Peter Görlich ruft einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel aus. (Archivbild)Andreas Gora/dpa
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Nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Kapitän Fabian Reese und Jungstar Kennet Eichhorn hat Herthas Geschäftsführer Peter Görlich die Saisonziele im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgeschraubt. „Ein einstelliger Tabellenplatz mit einer maximalen Ambition nach vorne“, sagte Görlich dem rbb rund eine Woche vor dem Zweitliga-Auftakt beim VfL Bochum.
Neben Reese und Eichhorn verließen auch Torhüter Tjark Ernst (Feyenoord Rotterdam) und Kreativspieler Michael Cuisance (RC Lens) den Club. Als bislang einziger Neuzugang kam Offensivspieler Oluwaseun Adewumi auf Leihbasis vom englischen Zweitligisten FC Burnley. Medienberichten zufolge nahm der finanziell angeschlagene Hauptstadt-Club durch die Transfers bislang über 20 Millionen Euro ein.
Herthas ökonomische Situation hat sich etwas entspannt
„Auch Fußballvereine haben Brutto-Netto-Rechnungen. Es mag sein, dass da irgendwelche Summen kursieren, aber am Ende des Tages müssen wir gucken, was ist davon übriggeblieben, was landet tatsächlich bei uns?“, erklärte Görlich und berichtete: „Es war ganz klar und sehr offen kommuniziert, dass wir Kaderkosten reduzieren und an der einen oder anderen Stelle Qualität verlieren werden.“
Die ökonomische Situation habe sich natürlich etwas entspannt. „Aber die Situation ist noch nicht so, dass wir im Verein, also Gremien, Geschäftsführung, sportliche Leitung, diesen Prozess beenden können. Das wird uns noch etwas begleiten“, sagte Görlich weiter.
„So wie es war, darf es nicht mehr sein“
In der Vorsaison galten die Berliner als einer der Aufstiegsfavoriten. Letztendlich beendete man die Saison auf einem enttäuschenden siebten Platz mit einer krachenden 1:6-Klatsche gegen Bielefeld am letzten Spieltag. „So wie es war, darf es nicht mehr sein. Das ist in vielen Dimensionen so analysiert worden. Wir haben uns aber auch sehr intensiv mit der fußballerischen Ausrichtung beschäftigt“, berichtete der Geschäftsführer der Alten Dame.
Schon in den Testspielen war Herthas neue Spielidee erkennbar. Der Hauptstadt-Club will aggressiver spielen mit höherem Pressing.