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Hauskauf im Vogtland besonders erschwinglich

Den Traum vom eigenen Haus können sich Familien in Sachsen am ehesten abseits der großen Städte verwirklichen. Im bundesweiten Vergleich bleibt der Hauskauf erschwinglich.

Von dpa

29.07.2026

Familien, die in Leipzig und Umgebung ein eigenes Haus kaufen wollen, müssen für den Kauf 35 Prozent ihres monatlichen Einkommens einplanen. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

Familien, die in Leipzig und Umgebung ein eigenes Haus kaufen wollen, müssen für den Kauf 35 Prozent ihres monatlichen Einkommens einplanen. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Für Familien in Sachsen stehen die Chancen, ein eigenes Haus zu kaufen, am besten ganz im Westen und ganz im Osten des Freistaates. Der Vogtlandkreis steht im Erschwinglichkeitsindex des Kreditvermittlers Interhyp und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sachsenweit am besten da. 

Häuser im Vogtland am erschwinglichsten

Dort müssen Familien im Schnitt 22 Prozent des Einkommens eines Modellhaushalts mit zwei Kindern für ein typisches Einfamilienhaus aufbringen (Stand: Juni 2026). Knapp dahinter folgen die Landkreise Zwickau und Görlitz, dort sind es 23 Prozent.

Im bundesweiten Vergleich kommt das Vogtland mit einem Indexwert von 159 auf Platz 17 von 400. Der Index setzt die monatliche Kreditrate für ein typisches Einfamilienhaus ins Verhältnis zum Einkommen eines Modellhaushalts mit zwei Kindern. Als tragbar gelten im „Erschwinglichkeitsindex“ monatliche Ausgaben für die Immobilie von bis zu 35 Prozent des Nettoeinkommens, im Index markiert durch die Zahl 100. Je weiter der Index unter 100 liegt, desto weniger erschwinglich, je höher über 100, desto eher leistbar.

Sachsen besser als der Bundesschnitt

In ganz Sachsen liegt der Indexwert bei rund 124. Familien müssen im Schnitt 29 Prozent ihres Einkommens bei einem Hauskauf einplanen. Damit bleibt das Eigenheim im Freistaat erschwinglich im Vergleich zum bundesweiten Schnitt von 103. Die Spanne reicht dabei vom Indexwert 187 oder 19 Prozent des Einkommens im Landkreis Steinburg (Schleswig-Holstein) bis zum Indexwert 53 oder 66 Prozent des Einkommens in Garmisch-Partenkirchen (Bayern)

In Leipzig 35 Prozent des Einkommens nötig

In Sachsen ist es für Familien in der Stadt Leipzig mit dem Indexwert 99 am schwierigsten, sich den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen (bundesweit Rang 268). Dort gilt ein Hauskauf mit einem Anteil von rund 35 Prozent am Einkommen gerade noch als erschwinglich. Nur wenig besser sieht es in den angrenzenden Landkreisen Leipzig mit einem Anteil von 33 Prozent und Nordsachsen mit 28 Prozent aus.

Dresden gehört zu den Städten, in denen sich die Lage innerhalb eines Jahres bundesweit am stärksten verbessert hat (Rang 5). In der Landeshauptstadt müssen Familien beim Hauskauf 30 Prozent des monatlichen Einkommens aufbringen - ein Prozentpunkt weniger als im Juni 2025. Direkt nebenan in den Landkreisen Meißen (32 Prozent), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (30 Prozent) und Bautzen (28 Prozent) ist die Lage ähnlich.

Im Vergleich der sächsischen Großstädte steht Chemnitz am besten da. Dort sind es 26 Prozent. Ähnlich sieht es im Umland aus: Im Erzgebirgskreis liegt der Anteil bei 24 Prozent und in Mittelsachsen bei 25 Prozent.