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Hausärzte erwarten wegen der Koalitionspläne mehr Patienten

Die schwarz-rote Koalition will erreichen, dass Krankheitstage abnehmen. Künftig soll ein Nachweis früher als bislang erbracht werden.

Von dpa

02.07.2026

Volle Wartezimer? Die Koalition plant eine Reform bei Krankschreibungen. (Archivbild)picture alliance/dpa

Volle Wartezimer? Die Koalition plant eine Reform bei Krankschreibungen. (Archivbild)picture alliance/dpa

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Hausärzte in Schleswig-Holstein stellen sich nach dem Bekanntwerden der Koalitionspläne zu Krankschreibungen auf zusätzliche Belastungen ein. Die geplanten Neuregelungen werden zu einem „sprunghaften Anstieg der Patientenkontakte“ führen, wie der Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Schleswig-Holstein, Jens Lassen, sagte. 

Lassen sagte der Deutschen Presse-Agentur, die geplanten Neuregelungen und ihre Folgen belasteten die Hausärzte und die Patienten. „Hausärztinnen und Hausärzten wird dadurch immer weniger Zeit für die Versorgung der Menschen bleiben, die schwer erkrankt sind und in die Praxis kommen müssen.“

Eingeführt werden soll die verpflichtende Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon vom ersten Tag an wie Union und SPD ankündigten. Vorgeschrieben ist bisher eine Bescheinigung vom vierten Tag an, wobei Arbeitgeber schon früher einen Nachweis verlangen können. Auch telefonische Krankschreibungen sollen abgeschafft werden. 

Kritik auch der Kassenärztlichen Vereinigung 

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH), die die Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten organisieren muss, kritisierte die Pläne ebenfalls. Die KVSH-Vorstandsvorsitzende Bettina Schultz sprach von „Irrsinn“. „Die Pläne der Bundesregierung werden die Arztpraxen massiv belasten.“

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