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Hamster-Projekt: Wer lebt länger - Vorsichtige oder Forsche?

Feldhamster stehen auf dem Speiseplan vieler Tiere von Greifvögeln bis zum Fuchs. Außerdem haben sich ihre Lebensbedingungen vielerorts verschlechtert. Wer kommt damit am besten zurecht?

Von dpa

02.04.2026

Ein Weibchen und ein Männchen bei der Verpaarung im NRW-Artenschutzzentrum in Metelen nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen. David Ebener/dpa

Ein Weibchen und ein Männchen bei der Verpaarung im NRW-Artenschutzzentrum in Metelen nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen. David Ebener/dpa

© David Ebener/dpa

Wer hat die besten Überlebenschancen unter den vom Aussterben bedrohten Feldhamstern? Eher die besonders Vorsichtigen oder die eher Forschen oder etwa die innovativen Exemplare? In der ehrenamtlich betriebenen Artenschutzstation Koldingen bei Hannover startet heute eine Verhaltensforschung zu den Feldhamstern. Das kündigt die Vorsitzende des Vereins AG Feldhamsterschutz Niedersachsen, Nina Lipecki, an. Das Projekt werde in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim umgesetzt. 

„Wir gucken uns an, wie individuelle Unterschiede in der Tierpersönlichkeit sich auswirken unter anderem auf die Überlebenswahrscheinlichkeit, wenn die Tiere ausgewildert werden“, sagte Anja Günther, Professorin für Zoologie und Tierökologie am Institut für Biologie der Universität Hildesheim. „Wer kann sich erfolgreich etablieren?“, sei eine der Fragestellungen. Das Projekt sei auf drei Jahre angelegt. Bei heranwachsenden Feldhamstern könnten die Faktoren Tageslänge und Futter das Verhalten beeinflussen.

Die Artenschutzstation Koldingen will außerdem einen Feldhamster-Zuchtstamm für Niedersachsen aufbauen. Im April sollen neun Weibchen verpaart werden, sagte Lipecki. Mit Nachwuchs sei dann im Mai zu rechnen.

Ein Feldhamster-Weibchen beobachtet im NRW-Artenschutzzentrum aus der Öffnung der künstlichen Höhle die Umgebung.David Ebener/dpa

Ein Feldhamster-Weibchen beobachtet im NRW-Artenschutzzentrum aus der Öffnung der künstlichen Höhle die Umgebung.David Ebener/dpa

© David Ebener/dpa