Hamburg steigert Exporte trotz Einbruch in den USA
Hamburgs Exporte wachsen trotz starker Verluste im US-Geschäft. Besonders nach Europa und Asien legten die Ausfuhren deutlich zu.
Die Hamburger Wirtschaft hat ihre Exporte im vergangenen Jahr trotz massiver Rückgänge im US-Geschäft gesteigert. (Symbolbild)Christian Charisius/dpa
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Die Hamburger Wirtschaft hat ihre Exporte trotz eines starken Rückgangs in den USA im vergangenen Jahr insgesamt steigern können. Insgesamt verschickte sie Waren im Wert von rund 56,8 Milliarden Euro in alle Welt, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Das seien 700 Millionen Euro oder 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Ausfuhren nach Europa steigen um 10,1 Prozent
Die Ausfuhren nach Europa insgesamt nahmen den Angaben zufolge um 10,1 Prozent zu und stiegen auf 35,2 Milliarden Euro. Auch die Exporte nach Asien legten demnach um 18,3 Prozent auf rund 13,6 Milliarden Euro zu. Besonders deutlich sei dabei der Anstieg bei Ausfuhren nach China um fast ein Drittel auf rund fünf Milliarden Euro. Auch Exporte nach Afrika und Australien seien gestiegen.
Damit konnte die Hamburger Wirtschaft die deutlichen Rückgänge bei den Exporten nach Amerika kompensieren. Insgesamt sank die Ausfuhr um 55,2 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Noch stärker sanken dabei die Exporte in die USA. Sie fielen den Angaben zufolge sogar um 61,4 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro.
Kaum Veränderungen im Flugzeugexport
Beim für Hamburg besonders bedeutenden Exportgut Luftfahrzeuge ergaben sich den Statistikern zufolge mit einem Minus von 0,1 Prozent kaum Veränderungen. Deren Ausfuhrwert lag im vergangenen Jahr bei 24,82 Milliarden Euro - 30 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor, wie die Statistiker mitteilten.
Deutlich zulegen konnten dagegen Exporte von Wasserfahrzeugen (plus 26,2 Prozent auf rund eine Milliarde Euro), von elektrotechnischen Erzeugnissen (plus 19,9 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden Euro) sowie von Kupfer-Zwischenprodukten (plus 16,2 Prozent auf etwa 1,4 Milliarden Euro). Rückläufig seien dagegen die Ausfuhren von Mineralölerzeugnissen gewesen. Diese seien um 13,8 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gesunken.
Importe steigen auf 76,6 Milliarden Euro
Neben den Exporten stiegen auch die Importe nach Hamburg. Sie kletterten den Statistikern zufolge im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 76,6 Milliarden Euro. Die meisten Einfuhren kamen aus Europa. Ihr Wert: 34,8 Milliarden Euro. Danach folgen Asien mit 20,3 Milliarden Euro und Amerika mit knapp 17,8 Milliarden Euro. Während die Importe aus den USA mit 10,8 Milliarden Euro nahezu gleich geblieben seien, hätten sich die Einfuhren aus Kanada auf 1,3 Milliarden Euro fast verdreifacht.