Grünen-Chefin: „Angst“ von Eralp nachvollziehbar
Elif Eralp will Berlins erste linke Regierende Bürgermeisterin werden. Interne Anmerkungen zu einem Interview bringen sie in Erklärungsnot. Die Grünen-Chefin zeigt Verständnis für Eralps Sorgen.
Brantner äußerte sich zu Eralp. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa
© Michael Kappeler/dpa
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, zeigt Verständnis für die internen Aussagen der Berliner Linken-Wahlsiegerin Elif Eralp. „Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass Elif Eralp Angst hat“, sagte sie im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wer von Extremisten und organisierter Kriminalität bedroht wird, brauche unser Mitgefühl und müsse vor allem geschützt werden.
Die Linken-Politikerin Eralp, die Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden möchte, sieht einem „Spiegel“-Bericht zufolge die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr, wenn sie sich explizit zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußert. Wie der „Spiegel“ berichtet, geht das aus internen Anmerkungen zu einem Interview hervor, das das Magazin mit ihr geführt hat. Die Berliner Linke peilt in der Hauptstadt eine Koalition mit Grünen und SPD an, was bei Bundespolitikern beider Parteien auf Vorbehalte stößt.
„Niemand sollte in Berlin solchen Bedrohungen ausgesetzt sein, weder Elif Eralp noch irgendjemand sonst in dieser Stadt“, so Brantner. Der entschlossene Kampf gegen diese Milieus müsse ganz oben auf der Agenda jeder neuen Landesregierung stehen. „Wer hier glaubwürdig handeln will, muss auch dann konsequent sein, wenn die entsprechenden Strukturen bis in die eigene Partei hineinreichen. “