Geflügelpest an der Mecklenburger Seenplatte nachgewiesen
Nach dem Nachweis des Virus in Schwarz greifen im Umkreis strenge Schutzmaßnahmen. Dabei sind zahlreiche Halter und ihre Tiere betroffen. Zudem muss im ganzen Landkreis das Geflügel in den Stall.
Nach dem Nachweis der Geflügelpest wurde eine Schutzzone von drei Kilometern eingeführt. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa
© Julian Stratenschulte/dpa
In einem Geflügelbestand in Schwarz (Landkreis Mecklenburger Seenplatte) hat eine Untersuchung die Vogelgrippe bestätigt. Der Landkreis teilte mit, dass daraufhin alle nötigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche ergriffen worden seien. Unter anderem wurde eine Schutzzone im Umkreis von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet.
Den Angaben nach befinden sich in dieser Schutzzone 40 Geflügelhalter mit über 220.000 Tieren, meist in privaten Beständen. Diese Tiere müssen nun in Ställe, zudem müssten weitere Hygienevorschriften beachtet werden. In der weiter gefassten Überwachungszone müssen Tierhalter ihr Geflügel beim Veterinäramt melden und genau beobachten.
Sterben Tiere oder zeigen sie Symptome wie geringere Legeleistung, Durchfall oder Atemnot, sei das Veterinäramt sofort zu benachrichtigen. Auch hier gilt: Geflügelhalter müssen ihre Tiere aufstallen, so die Anordnung. Zudem dürften Geflügel, Fleisch und Eier weder in die noch aus den Zonen transportiert werden.
Aufstallungsgebot im gesamten Landkreis
Zusätzlich zu den Sperrmaßnahmen werde versucht, die Ursache der Ausbrüche zu ermitteln und nach weiteren Kontaktbetrieben gesucht. Das Aufstallungsgebot für alle Geflügelhaltungen im Landkreis mit 5.000 oder mehr Tieren bleibt laut dem Landkreis bestehen. Es soll das Risiko verringern, dass das Geflügelpestvirus in die Anlagen gelangt.