Frühsommerliches Wetter lockt Urlauber an Nord- und Ostsee
Am langen Mai-Wochenende soll es in Schleswig-Holstein sonnig und warm werden. Besonders in Küstenorten und auf den Inseln wie Sylt rechnen Vermieter und Hoteliers mit vollen Betten - auch spontan.
Bei gutem Wetter zieht es viele Urlauber an die Küsten von Nordsee und Ostsee in Schleswig-Holstein.Frank Molter/dpa
© Frank Molter/dpa
Am bevorstehenden langen Wochenende kann es in Schleswig-Holstein „sehr lebendig“ werden, sagt ein Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Wetteraussichten sind gut, es soll sonnig und warm im Norden werden.
„Wir erwarten, dass die Touristen und Tagesgäste am langen Mai-Wochenende ordentlich unterwegs sein werden“, sagte Lutz Frank, Präsident des Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Schleswig-Holstein, der dpa. Sowohl an der Nordsee als auch an der Ostsee seien die Vorbuchungen angesichts des langen und sonnigen Wochenendes gut. Viele Menschen nehmen sich demnach am Freitag frei und reisen schon am Donnerstag an.
„Erfahrungsgemäß zieht sonniges und mildes Wetter zusätzliche Spontanurlauber und Ausflügler nach Schleswig-Holstein – insbesondere in Verbindung mit freien Tagen“, sagt Tash-Sprecher Philipp Queiser. Konkrete Buchungszahlen für dieses Wochenende liegen der Tash nicht vor. „Unser Tipp: Spontanurlauber sollten sich bei den Tourist-Informationen vor Ort erkundigen. Viele bieten eigene Vermittlungsportale und haben einen guten Überblick über verfügbare Kapazitäten.“
Sylt: Sonne kann spontane Gäste locken
Auf der Nordseeinsel Sylt sei die Buchungslage insgesamt gut und bewege sich aktuell etwa auf dem Niveau des Vorjahres, teilte eine Sprecherin der Sylt Marketing GmbH (SMG) der dpa mit. „Da auch in diesem Jahr vermehrt kurzfristige Buchungen eingehen, können die sonnigen Wetteraussichten zum langen Mai-Wochenende zusätzliche Impulse für spontane Reiseentscheidungen setzen.“ Freie Unterkünfte für kurzentschlossene Gäste gibt es demnach noch in allen zwölf Inselorten und in unterschiedlichen Segmenten.
Weil zahlreiche Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein Besucher anlocken, rechnet Dehoga-Präsident Frank damit, dass Tausende Ausflügler unterwegs sein werden und auch in Restaurants einkehren. Das Mai-Wochenende könne demnach aufgrund der guten Wetteraussichten als Start in die Sommersaison bezeichnet werden.
Erstes Mai-Wochenende als Start in die Sommersaison
„Es wird grün, der kalte Wind ist weg und alle sind gut gelaunt“, sagt Frank. Gute Laune fördere den Konsum und die Menschen hätten eher Lust, in der Gastronomie einzukehren und zum Beispiel auch ein zweites Bier zu trinken. „Ich glaube, dass das ganze Wochenende in SH von Donnerstag bis Sonntag gut wird.“ Da hatten ihm demnach die Masse der Betriebe an den Küsten sowie aus dem Binnenland gemeldet.
Für Christi Himmelfahrt und Pfingsten zeichne sich ein solides bis gutes Niveau bei den Buchungen ab, das in vielen Regionen dem Vorjahr entspreche, erklärt Tash-Sprecher Queiser. Die Feiertage selbst seien vielerorts bereits gut gebucht, während zwischen den Terminen teilweise noch Kapazitäten verfügbar seien. „Weiterhin beobachten wir ein kurzfristiges Buchungsverhalten.“
Mit Blick auf die Sommersaison zeigten sich die Touristikerinnen und Touristiker überwiegend vorsichtig optimistisch. In einigen Regionen sei die Hauptreisezeiten bereits gut gebucht, insgesamt bleibe die Nachfrage jedoch uneinheitlich. „Kurzfristige Buchungen dürften auch hier ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung sein“, sagt Queiser.
Dehoga-Präsident setzt auf Top-Qualität und guten Service
Dehoga-Präsident Lutz Frank hält es für ganz wichtig, „in diesem Sommer in Gastronomie und Hotellerie top Qualität und Quantität und guten Service abzuliefern“. Denn dadurch werde sich entscheiden, ob die Gäste auch im nächsten Jahr wieder nach Schleswig-Holstein kommen, statt mit dem Flugzeug ins Ausland zu reisen.
Aufgrund der unruhigen Weltlage entschieden sich demnach aktuell einige Menschen, lieber in Deutschland Urlaub zu machen. „Es wird dieses Jahr eine kleine Schnittstelle geben - danach müssen wir handeln. Die Leute müssen begeistert werden, die dieses Jahr nicht wegfliegen“, so Frank.