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Frau aus 22. Stock gestoßen? Urteil gegen Ehemann erwartet

Ein Familienvater steht wegen heimtückischen Mordes vor Gericht: Hat er seine Frau getötet, um mit einer jüngeren Geliebten und den Kindern neu anzufangen?

Von dpa

31.07.2026

Im Landgericht wird ein Urteil gegen einen Mann verkündet, der seine Frau in die Tiefe gestürzt haben soll. (Symbolbild)picture alliance/dpa

Im Landgericht wird ein Urteil gegen einen Mann verkündet, der seine Frau in die Tiefe gestürzt haben soll. (Symbolbild)picture alliance/dpa

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Ein Mann soll seine Frau aus dem 22. Stock eines Hotels in die Tiefe gestoßen haben, um mit seiner Geliebten zusammenleben zu können und sich eine teure Scheidung zu sparen - an diesem Freitag (10.00 Uhr) will das Landgericht Frankfurt sein Urteil gegen den 60-Jährigen verkünden.

Die Staatsanwältin beantragte für den Deutsch-Briten eine lebenslange Freiheitsstrafe unter anderem wegen heimtückischen Mords. Die Rechtsanwältin plädierte auf einen Freispruch, es gebe für eine Verurteilung zu viele Fragezeichen. Der Angeklagte äußerte sich in dem fast vier Monate dauernden Prozess nicht. 

Elf Jahre verheiratet, zwei Kinder

Das Paar war elf Jahre verheiratet gewesen und hatte mit den zwei gemeinsamen Kindern in einem Einfamilienhaus in Rodgau (Landkreis Offenbach) gelebt. Laut der Staatsanwaltschaft soll der Mann eine Affäre mit einer mehr als 20 Jahre jüngeren Frau begonnen haben, eine Scheidung hätte ihn jedoch finanziell ruiniert. 

Daher habe er seine Ehefrau töten wollen und hierfür ein Zimmer im 22. Stock eines Frankfurter Hotels gebucht. Dort soll er die betrunkene 40-Jährige am Abend des Vatertags im Mai 2023 über das Geländer des Balkons gestoßen haben. Sie fiel 61 Meter in die Tiefe und war sofort tot. 

Nach Tat Geld bei Spendenkampagne eingenommen

Ihr Mann gab an, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Nach dem Tod soll er sich mit seiner Freundin und seinen Kindern ein neues Leben aufgebaut und über eine GoFundMe-Kampagne noch mehr als 10.000 Euro Spenden eingenommen haben. Die Polizei ermittelte, im April 2025 wurde der Angeklagte festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

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