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Magnier gewinnt Cyclassics - Todesfall bei Amateuren

Der internationale Radsport schaut wieder einmal auf Hamburg. Bei der 29. Ausgabe der Cyclassics siegt in der Innenstadt der Franzose Paul Magnier. Bei den Amateuren kommt es zu einem Todesfall.

Von Felix Schröder, dpa

16.08.2026

Radprofis bei den 29. Cyclassics. Gregor Fischer/dpa

Radprofis bei den 29. Cyclassics. Gregor Fischer/dpa

© Gregor Fischer/dpa

Paul Magnier streckte beide Arme von sich und reckte eine Faust in Höhe, als er seinen Erfolg bei den Cyclassics in Hamburg feierte. Der 22 Jahre alte französische Radprofi siegte im Ziel in der Innenstadt nach knapp 205 Kilometern mit Start in der niedersächsischen Stadt Buxtehude in einem spannenden Sprint aus einer großen Gruppe heraus. 

Magnier hatte sich in diesem Jahr bei drei Etappen beim Giro d’Italia durchgesetzt. Er profitierte nun beim Eintagesrennen auch davon, dass Top-Sprinter wie Jonathan Milan nicht im Schlusssprint mitmischten. Der Niederländer Mike Teunissen wurde Zweiter, der Australier Laurence Pithie erreichte Rang drei. Bester Deutscher wurde Henri Uhlig als Fünfter. 

70-jähriger Amateurfahrer stirbt

Die Hansestadt stand am Sonntag ganz im Zeichen des Radsports. Neben der internationalen Sprint-Elite um den früheren Cyclassics-Sieger Olav Kooij aus den Niederlanden und dem Italiener Milan sowie Biniam Girmay aus Eritrea machten auch etwa 12.000 Hobby-Radfahrer bei den Amateurrennen mit.

In der Stadt kam es daher zu Verkehrseinschränkungen. Besonders in der Innenstadt, wo sich das Ziel der Profis befand. Laut Angaben der Veranstalter war es bei den vorangegangenen Amateurrennen zu keinen größeren Unfällen gekommen. 

Profis starten in Buxtehude

Allerdings starb ein 70-Jähriger, nachdem er einen Schwächeanfall erlitten hatte, wie die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Er sei noch während des Rennens auf der Strecke reanimiert worden und später im Krankenhaus gestorben. 

Wie schon im vergangenen Jahr startete das Rennen der Profis im niedersächsischen Buxtehude, ehe sich die Profis Richtung Nordmetropole aufmachten über die Köhlbrandbrücke. 

Die Spitzengruppe fährt am Hamburger Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli vorbei.Gregor Fischer/dpa

Die Spitzengruppe fährt am Hamburger Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli vorbei.Gregor Fischer/dpa

© Gregor Fischer/dpa

Erneut wurde es den Profis schwieriger gemacht. Fünfmal musste der Waseberg im Westen der Stadt überquert werden. Bevor die sechsköpfige Ausreißergruppe um die deutschen Profis Jonas Rutsch und Niklas Behrens die erste von fünf Überquerungen des Bergs mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,4 Prozent auf 0,7 Kilometer angingen, mussten zwei Radprofis nach einem Sturz schon aussteigen. Darunter der Australier Michael Matthews, Gewinner von vier Tour-de-France-Etappen.

Auch der Tour-de-France-Dritte dieses Jahres, der Mexikaner Isaac del Toro, kam kurz bei der Annahme eines Verpflegungsbeutels zu Sturz, konnte allerdings zügig weitermachen. Knapp 15 Kilometer vor dem Ziel und der letzten Überquerung des Wasebergs war das Treiben der Fluchtgruppe gestoppt.

Topstars nicht dabei

Die großen Topstars wie der fünfmalige Tour-de-France-Champion Tadej Pogacar aus Slowenien oder der Däne Jonas Vingegaard waren in Hamburg nicht dabei. Auch der bei der Tour gestürzte Deutsche Florian Lipowitz nahm nicht teil. Das Rennen ist vorrangig auf die Sprinter ausgerichtet. 

Zum Start des Rennens hatte es eine Schweigeminute für den vor wenigen Tagen gestorbenen Finlay Tarling gegeben. Der 19 Jahre alte Jungprofi war bei der Portugal-Rundfahrt von einem nicht am Rennen beteiligten Fahrzeug erfasst worden.

Die Radsport-Saison neigt sich dem Ende zu. Am Mittwoch beginnt die nächste Ausgabe der Deutschland-Tour im Südwesten mit einem Prolog. Wenige Tage später startet in Monaco die spanische Vuelta als letzte der drei großen Grand Tours im Radsport.

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