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Forscher aus Freiberg erstellen „Kältekarte“ für Hitzetage

Ein Kälteatlas soll Sachsens Kommunen, aber auch private Hauseigentümer künftig für Hitzetage wappnen. Gegenwärtig werden Daten für das Tool erstellt, das die Basis für punktgenaue Planung sein soll.

Von dpa

14.09.2026

Forscher der TU Bergakademie Freiberg möchten einen „Kälteatlas“ für heiße Tage erstellen. (Symbolbild) Frank Rumpenhorst/dpa

Forscher der TU Bergakademie Freiberg möchten einen „Kälteatlas“ für heiße Tage erstellen. (Symbolbild) Frank Rumpenhorst/dpa

© Frank Rumpenhorst/dpa

Forscherinnen und Forscher der Bergakademie Freiberg (TU) erstellen für künftige Hitzetage eine „Kältekarte“. In Kooperation mit dem Gastechnologischen Institut in Freiberg werden schon seit 2025 Daten zur Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit an 60 Schulen, Kindergärten und Wohngebäuden in Sachsen erfasst, teilte die Technische Universität mit. Daraus entwickelt das Team sogenannte Kältelastprofile, die den durchschnittlichen Kühlbedarf eines Gebäudes darstellen.

„Kältekarte“ für den ganzen Freistaat

Zudem entsteht eine „Kältekarte“ für den gesamten Freistaat. Die beiden Tools sollen passgenau für einzelne Quartiere helfen, die erforderliche Kühlung zu berechnen und entsprechende Technologien vorzuschlagen. Voraussichtlich ab Ende 2027 soll der Atlas verfügbar sein. Neben Kommunen und Energieversorgern könnten auch private Hauseigentümer zukünftig mit dem Online-Tool auf die Projektergebnisse zugreifen und ihr eigenes Kühlsystem passend planen, hieß es.

Innenräume heizen sich im Sommer schnell auf

„Unsere Daten aus 2025 und dem ersten Halbjahr 2026 zeigen schon jetzt, dass es in einigen Schulen im Sommer über 25 Prozent der Zeit wärmer als 26 Grad Celsius in den Innenräumen war und damit eigentlich zu warm für Unterricht“, erklärte Lukas Oppelt vom Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik der TU Bergakademie. Gebäudekühlung werde in den kommenden zehn Jahren immer wichtiger, aber kommunalen und privaten Bauherren fehlten bisher relevante Grundlagen für einfache Berechnungen.

Vor allem Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen betroffen

Laut den bisher erstellten Kältelastprofilen und weiteren Klimadaten sind besonders Schulen, Kindertagesstätten oder Pflegeeinrichtungen in urbanen Metropolregionen und dort besonders in den Innenstädten betroffen. Aber auch in Kleinstädten oder auf dem Land gibt es Hotspots, wie zum Beispiel in Lommatzsch oder Bautzen.

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