Finale: Skisaison endet - Anbieter ziehen Bilanz
In Sachsen steuern nun auch die letzten Skigebiete auf das Finale zu. Vielerorts fällt die Bilanz nach einem schneereichen Winter positiv aus.
Seit Ende November können Wintersportler in der Skiarena Eibenstock ihrem Hobby frönen. Wie lange noch? (Archivbild) Mike Müller/dpa
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Der Frühling bricht sich seit Wochen bis in die Berge Bahn, doch in Eibenstock im Erzgebirge wird nach wie vor Ski gefahren. „Auf alle Fälle am Wochenende bei vorhergesagtem schönen Wetter und einer guten Schneeauflage“, sagt der Geschäftsführer der Skiarena, Stefan Uhlmann. Das Skifahren könnte hier am Adlerfelsen sogar bis Ostern möglich sein. Dagegen stehen in Altenberg in Osterzgebirge die Lifte bereits still und am Fichtelberg wird dieses Wochenende das Saisonfinale gefeiert.
Mehr als 100 Skitage
Uhlmann spricht von einer erfolgreichen Saison: „Es lief hervorragend, mit bisher mehr als 110 Öffnungstagen.“ Seit Ende November sei das Skigebiet durchgehend geöffnet gewesen. „Wir hatten über vier Monate Winter“, erläutert Uhlmann. Auch wenn eine abschließende Besucherbilanz noch aussteht, spricht er von guten Bedingungen: Kaltes Wetter, Naturschnee und zusätzliche maschinelle Beschneiung hätten viele Gäste angelockt. Als „gute Saison“ gelten in Eibenstock laut Uhlmann bereits 90 bis 100 Öffnungstage.
Besonders gut kam in diesem Winter das Nachtski-Angebot an. Erstmals wurde der Hang dabei in Farben von Polarlichtern beleuchtet. „Das möchten wir im nächsten Jahr wieder anbieten“, sagt Uhlmann. Die Anlage bereitet sich bereits auf den Sommerbetrieb vor: In „Wurzelrudis Erlebniswelt“ soll der in der Woche vor Ostern starten. Für 2,5 Millionen Euro sei dort im vergangenen Jahr ein neues Spieldorf entstanden.
Besucheransturm im Osterzgebirge
Gute Wintersportbedingungen und ein nahezu durchgehender Skibetrieb bis Anfang März herrschten auch in Altenberg (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), wie Manuel Püschel von der Ski- und Rodelarena Altenberg berichtet. Mit fast 100 Skitagen zählt das Skigebiet ebenfalls zu den Gewinnern des Winters. Neben ausreichend Kälte und Naturschnee sei dies auch durch den Einsatz maschineller Beschneiung möglich gewesen – unter anderem mit sieben Schneekanonen und 15 Schneelanzen. Altenberg ist ein beliebtes Ziel für Wintersportler aus dem Raum Dresden, auch kommen laut Püschel viele Gäste aus dem benachbarten Tschechien.
Rund 200.000 Skifahrer hat das Skigebiet Altenberg in dieser Saison angelockt. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa
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Insgesamt seien rund 200.000 Besucher gezählt worden. „Am Wochenende hatten wir teilweise fast zu viele Gäste für zu wenig Berg“, sagt Püschel. Mit Blick nach vorn bereitet sich Altenberg auf die Sommersaison vor: Am 30. März soll die Sommerrodelbahn öffnen.
Gaudi und Après-Ski zum Finale am Fichtelberg
Am Fichtelberg begann die Wintersaison dagegen vergleichsweise spät. „Erst am Silvestertag konnte der Skibetrieb starten“, sagt Geschäftsführer Constantin Gläß von der Liftgesellschaft Oberwiesenthal. Die darauffolgenden Monate seien jedoch deutlich besser verlaufen: Vor allem Januar und Februar hätten für eine insgesamt zufriedenstellende Saison gesorgt. Abschließende Besucherzahlen liegen seinen Angaben nach bislang nicht vor.
Am Sonnabend (21.3.) verabschiedet sich nun auch Sachsens größtes alpines Skigebiet vom Winter: Zum Finale wird der Fichtelberg zum „Mount Mallorca“. Dann wollen sich Wintersportler unter anderem bei einem Rennen über ein Wasserbecken messen. Auch gibt es klassische Disziplinen wie Slalom und Massenstart und es wird eine Après-Ski-Party gefeiert.
Im Anschluss beginnt die Sommersaison. Öffnen soll dann auch ein neuer Erlebniswanderweg vom Gipfel des Fichtelbergs ins Tal, der sich besonders an Familien richtet. Auch neue Spielplätze seien in dem Gebiet geplant, sagt Gläß.