FDP-Vize Teuteberg neue DDR-Aufarbeitungsbeauftragte
Generationenwechsel bei der Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur: Die FDP-Politikerin Linda Teuteberg folgt Maria Nooke. Wie viel Rückhalt hat sie im Parlament?
Die FDP-Politikerin Linda Teuteberg ist vom Brandenburger Landtag zur neuen Aufarbeitungsbeauftragten gewählt worden.Bernd von Jutrczenka/dpa
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Die FDP-Politikerin Linda Teuteberg ist zu Brandenburgs künftiger Beauftragter für die Aufarbeitung der Folgen der SED-Diktatur gewählt worden. Die 45-Jährige erhielt im Landtag die Stimmen der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU sowie der WfB-Gruppe dreier Ex-BSW-Abgeordneter. Die Opposition aus AfD und BSW stimmte gegen sie.
Die Anwältin und stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Teuteberg ist nach Ulrike Poppe und Maria Nooke die erste Aufarbeitungsbeauftragte, die nicht aktiv in der Bürgerbewegung der DDR war. Teuteberg ist 45 Jahre alt und war zur Zeit der friedlichen Revolution acht Jahre alt.
Kritik der Opposition
Die AfD-Fraktion kritisiert, dass es keine formelle Ausschreibung gab. Die Koalition verteidigt das Vorgehen und verweist darauf, dass auch Nooke nach einem Vorschlag ihrer Vorgängerin Poppe ins Amt kam.
Die neue Beauftragte unterstützt und berät Menschen, die durch die sowjetische Besatzung (1945-1949) und die DDR-Diktatur (1949-1990) politisch verfolgt oder geschädigt wurden.
Vorgängerin Nooke geht vorzeitig
Von 2009 bis 2014 gehörte Teuteberg dem Brandenburger Landtag an, von 2017 bis 2025 dem Bundestag. 2019/2020 war sie Generalsekretärin der FDP. Teuteberg ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie und leitet seit 2025 den Freundeskreis der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Die bisherige Aufarbeitungsbeauftragte Nooke, die das Amt seit 2017 innehatte, geht Ende November vorzeitig in den Ruhestand. Sie hatte sich für die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Teuteberg als Nachfolgerin ausgesprochen und sie gemeinsam mit Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke vorgeschlagen. Die rot-schwarze Koalition übernahm den Vorschlag.