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FBL-Chefin Kiel nimmt Clubs bei Mindestgehalt in die Pflicht

Als Präsidentin des neu gegründeten Ligaverbands FBL gibt Katharina Kiel die Richtung in der Bundesliga der Fußballerinnen vor. Vor dem Auftakt spricht sie auch über ein Mindestgrundgehalt.

Von dpa

21.08.2026

Sorgt sie für einen Boom der Frauen-Bundesliga? Katharina Kiel führt den neuen Ligaverband an. (Archivbild)Hannes P. Albert/dpa

Sorgt sie für einen Boom der Frauen-Bundesliga? Katharina Kiel führt den neuen Ligaverband an. (Archivbild)Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

FBL-Präsidentin Katharina Kiel sieht vor dem Bundesliga-Start der Fußballerinnen die Vereine beim Mindestgehalt in der Pflicht. „Es gibt keinen einzigen Bundesliga-Club, der das Thema Minimum Salary nicht erfüllen kann und muss, wenn er dauerhaft an der ersten Frauen-Bundesliga teilnehmen will“, sagte die Präsidentin des neu gegründeten Ligaverbands FBL e.V. der Deutschen Presse-Agentur.

Von 2027/28 an vermarktet und organisiert sich die höchste deutsche Spielklasse, geregelt durch den Grundlagenvertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund, selbst. Ein Mindestgrundgehalt - zuletzt waren 3.000 Euro brutto im Gespräch - gibt es in der Liga bislang nicht. Laut des im vergangenen Februar veröffentlichten DFB-Reports für die Saison 2024/2025 lag das monatliche Grundgehalt bei durchschnittlich rund 4.500 Euro. 

Allerdings gibt es auch in dieser Saison große Unterschiede zwischen Topclubs wie Bayern München, dem VfL Wolfsburg oder Eintracht Frankfurt und kleineren Vereinen wie dem 1. FC Nürnberg oder Mainz 05. Ziel sei laut Kiel, das Berufsbild der Spielerinnen zu stärken.

Kiel warnt vor zu hohen Erwartungen

Die FBL-Präsidentin warnte zugleich vor zu hohen Erwartungen, was die Entwicklung der Liga betrifft. Man müsse erst mal ein paar Schritte zurückgehen und klären, wofür der Frauenfußball in Deutschland stehen soll: „Es gibt 14 Clubs und deren Antworten auf diese Frage werden einfließen“, sagte Kiel.

Vorgaben zu machen, etwa bei der Stadiongröße, sei nicht entscheidend: „Wenn wir es schaffen, dass jeder Standort nahezu ausverkaufte Stadien hat, und zwar regelmäßig, in welcher Größe auch immer, bin ich happy.“ Pläne, die eine Mindestkapazität von 5.001 Plätzen vorgesehen hatte, sind demnach erst mal vom Tisch.

„Das Thema Professionalisierung der Strukturen sehe ich sehr positiv“, sagte Kiel dennoch. „Das ist kein Vergleich zu meiner Zeit als aktive Spielerin.“ Die 34-Jährige beendete vor zehn Jahren wegen Knieproblemen ihre aktive Karriere bei der TSG Hoffenheim.

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