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Experte: Müssen Waldbrandschutz an Wohngebieten stärken

Ein Ackerbrand in Neuruppin kam gefährlich nah an Wohnhäuser. Künftig müssen Schutzkonzepte zwischen Wald und nahen Wohngebieten aus Experten-Sicht stärker in den Fokus rücken.

Von dpa

03.08.2026

Wie gefährlich können Waldbrände für Wohngebiete werden? (Symbolbild)Frank Hammerschmidt/dpa

Wie gefährlich können Waldbrände für Wohngebiete werden? (Symbolbild)Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

Der Waldbrandschutz in Brandenburg sollte nach der Einschätzung eines Experten an den Übergängen zwischen Wohnbebauung und Wald vorangetrieben werden. „Darauf muss das Augenmerk gerichtet werden in den kommenden Jahren“, sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase der Deutschen Presse-Agentur. Fachleute sprechen von „Wildland-Urban Interface“, also die Schnittstelle zwischen bebautem Gebiet und der Natur. 

Es geht darum, das Risiko eines Überspringens von Bränden auf Wohnsiedlungen zu reduzieren. In der vergangenen Woche kam ein Feldbrand in einem Stadtteil von Neuruppin dicht an ein Wohngebiet heran. Es bestand zunächst die Gefahr einer Evakuierung. 

Wegen der verheerenden Waldbrände in Südeuropa mussten zahlreiche Ortschaften evakuiert werden. Hunderttausende Menschen waren betroffen, vor allem an der Atlantikküste bei Bordeaux. 

Beauftragter: Siedlungen nah an Wald gebaut

„In den letzten Jahren sind immer wieder Siedlungsbereiche an Wald herangebaut worden“, sagte der Waldbrandschutz-Experte Haase. Er nannte unter anderem Gebiete in Potsdam und Beelitz. Konzepte mit Waldbandschutzwegen und Löschwasserentnahmestellen seien wichtig, um Siedlungsbereiche zu schützen. Auch der Waldumbau müsse forciert werden. Die Stadt Beelitz etwa hatte 2022 eine Risikoanalyse erarbeiten lassen und ein Schutzkonzept erstellt.