dpa

Ex-Freund brutal attackiert? Prozess wegen Mordversuchs

Eine 18-Jährige verabredet mit ihrem Ex-Freund ein Treffen in ihrer Wohnung. Es kommt zur Gewalt gegen den Ex-Freund - laut Anklage auch mit einer Metallstange. Nun läuft der Prozess

Von dpa

11.09.2026

Einer 18-Jährigen und ihrem 29-jährigen Partner legt die Staatsanwaltschaft einen versuchten Mord zur Last. (Foto Illustration)Jens Kalaene/dpa

Einer 18-Jährigen und ihrem 29-jährigen Partner legt die Staatsanwaltschaft einen versuchten Mord zur Last. (Foto Illustration)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Als Nachbarn Hilferufe hörten, alarmierten sie die Polizei: Nach Gewalt gegen einen 26-jährigen Mann vor knapp sechs Monaten stehen seine ehemalige Freundin und ihr neuer Partner vor dem Landgericht Berlin. Die 18-jährige Frau und der 29-jährige Angeklagte hätten beschlossen, das Opfer in eine Falle zu locken und den Mann „im Wege arbeitsteiligen Handelns zu töten“, heißt es in der Anklage. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord und Freiheitsberaubung aus. 

Die 18-Jährige wies den Vorwurf des Mordversuchs zu Prozessbeginn zurück. Es habe keine Tötungsabsicht bestanden, erklärte die Angeklagte über ihre Verteidigerin. Zwar habe es Gewalt gegeben, eine Eisenstange sei aber nicht eingesetzt worden. Der Anwalt des 29-Jährigen kündigte eine Aussage zu einem späteren Zeitpunkt an. 

Hinterrücks mit Metallstange attackiert? 

Die junge Frau soll am 22. März 2026 mit ihrem Ex-Freund ein Treffen in ihrer Wohnung in Berlin-Wedding vereinbart haben. Als der 26-Jährige die Wohnung betrat, sei der 29-Jährige auf ihn zugestürmt und habe ihn hinterrücks mit einer Metallstange angegriffen, den 26-Jährigen dann gepackt und massiv gewürgt, heißt es in der Anklage. Als der Attackierte am Boden lag, habe auch die Frau mit der Metallstange zugeschlagen und dann Pfefferspray eingesetzt. 

Nachbarn waren auf Hilferufe aufmerksam geworden. Sie alarmierten die Polizei. Die beiden deutschen Angeklagten wurden am Tatort festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der 26-Jährige, der laut Ermittlungen Hämatome und eine Kopfplatzwunde erlitten haben soll, erschien am ersten Prozesstag nicht als Zeuge. Das Gericht hat bislang drei weitere Verhandlungstage bis zum 12. Oktober vorgesehen.

Karte