dpa

Ernte endet: Spargelhöfe ziehen positive Bilanz

Traditionell läuft die Spargelernte bis zum 24. Juni. Bei zwei großen Thüringer Spargelhöfen endet sie jedoch bereits ein paar Tage früher. Gelaufen ist die Saison in diesem Jahr ganz ordentlich.

Von dpa

18.06.2026

Die Saison läuft traditionell bis zum 24. Juni, dem Johannistag. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

Die Saison läuft traditionell bis zum 24. Juni, dem Johannistag. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Die Thüringer Spargelanbauer ziehen zum Ende der Saison eine positive Bilanz. „Wir hatten kein Spitzenmegajahr, aber wir sind sehr zufrieden“, sagte der Geschäftsführer des Spargelhofs Kutzleben, Jan Niclas Imholze. Der Vorstand der Agrargesellschaft Herbsleben, Arvid Schmidt-Heck, sprach von einer guten, durchschnittlichen Saison. Die beiden Spargelhöfe im Unstrut-Hainich-Kreis gehören zu den Großen des Bundeslands.

Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte Schmidt-Heck. Weder besonders schlechte Witterungen noch Schädlinge beeinflussten ihm zufolge die Ernte. Sowohl beim Hof in Kutzleben als auch in Herbsleben endet nach Angaben der Betreiber heute die Saison. So wird in Kutzleben heute zum letzten Mal Spargel gestochen, der bis zum Wochenende verkauft werden soll. 

Imholze zufolge sei die Saison sogar besser gelaufen als erwartet. Aufgrund der Entwicklung der Ölpreise sei er mit einer „eher gedämpften Erwartungshaltung“ in die Saison gegangen. Nun gibt es demnach aber keine großen Ernteüberhänge und das Edelgemüse verkaufte sich recht gut. Insgesamt wurden auf seinem Hof rund 500 Tonnen Spargel auf einer Fläche von circa 100 Hektar geerntet. 

Saison endet traditionell am 24. Juni

Die Saison endet traditionell einige Tage später - und zwar am Johannistag, am 24. Juni. Der Tag sei allerdings nicht bindend, so Imholze, der für Thüringen im Vorstand des Verbandes der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer (Vosba) sitzt. Zudem sei die diesjährige Spargelsaison recht lang gelaufen. Der offizielle Start war am 22. April, verkauft wurde das Edelgemüse in Herbsleben und Kutzleben jedoch bereits zwei Wochen früher. 

Laut Schmidt-Heck lohnt sich der Verkauf in der kommenden Woche nicht mehr. Die Menschen kaufen demnach Spargel vor allem gegen Ende der Woche. So habe er nächste Woche statt Umsatz nur Kosten. Außerdem brauchten die Anlagen Zeit, um sich zu regenerieren.

Vergangenes Jahr weniger Spargel geerntet als im Vorjahr

Beim Spargelhof Kutzleben ging zuletzt die Nachfrage nach Spargel zurück und auch Personal wurde sukzessive abgebaut, wie Imholze erklärte. Zudem beginne um den Johannistag eine neue Wuchsperiode. Wenn man darüber hinaus Spargel steche, zerstöre man die Triebe, erklärte er.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Landesamtes für Statistik in Thüringen 1.341 Tonnen Spargel geerntet - und damit 326 Tonnen weniger als im Jahr 2024. Rund 242 Hektar standen im vergangenen Jahr mit Spargel im Ertrag.