Erneuter Tierseuchen-Ausbruch: 315.000 Tiere betroffen
Die für Geflügel hoch ansteckende Newcastle Krankheit verbreitet sich weiter. In einem Masthähnchen-Betrieb mit 315.000 Tieren im Oder-Spree-Kreis ist die Seuche erneut ausgebrochen.
Die Newcastle-Krankheit bei Geflügel ist in Brandenburg bislang nicht zu stoppen. (Symbolbild)Matthias Bein/dpa
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Ein neuer Ausbruch der Newcastle-Krankheit trifft in Storkow im Oder-Spree-Kreis einen großen Masthähnchen-Betrieb mit 315.000 Tieren. Das teilte der Landkreis am späten Nachmittag mit. Alle Tiere müssen getötet werden. Der Betrieb war bereits zuvor von der Tierseuche betroffen, wie das Agrarministerium in Potsdam mitteilte.
Bisher sind in diesem Jahr 21 Ausbrüche der Newcastle-Krankheit in Brandenburg nachgewiesen worden. Dazu zählten laut Ministerium auch sehr kleine Geflügelhaltungen. Auch im Oder-Spree-Kreis gab es bereits mehrere Ausbrüche.
Die Newcastle-Krankheit ist eine für Vögel hoch ansteckende und für Geflügel oftmals tödlich verlaufende Viruserkrankung. Für Hühner und Puten gilt in Deutschland eine Impfpflicht. In Brandenburg war die Tierseuche zuletzt 1996 festgestellt worden. Die bislang nachgewiesenen Viren gehören laut Ministerium zu einem Genotyp, der derzeit insbesondere in osteuropäischen Ländern, unter anderem in Polen und Tschechien, zirkuliert.
Besondere Schutzmaßnahmen gelten
Schutz- und Überwachungszonen, in denen besondere Sicherheitsauflagen gelten, sind eingerichtet. Alle Geflügelhalter haben sogenannte Biosicherheitsmaßnahmen der höchsten Risikostufe einzuhalten, wie der Landkreis Oder-Spree mitteilte. Dazu gehören die strikte Einschränkung des Personenzuganges zu den Ställen, wirksame Desinfektionsmaßnahmen an Ein- und Ausfahrten sowie Stalleingängen und die Einhaltung der Herstellerhinweise für die Anwendung der Impfstoffe.