dpa

Entscheidungen über kommunale Spitzenämter in Niedersachsen

In vielen Städten und Landkreisen waren die Menschen zu den Stichwahlen über Bürgermeister und Landräte aufgerufen. Besonders im Blickpunkt standen einige Großstädte und Metropolregionen.

Von dpa

27.09.2026

In Niedersachsen standen die Stichwahlen an.Moritz Frankenberg/dpa

In Niedersachsen standen die Stichwahlen an.Moritz Frankenberg/dpa

© Moritz Frankenberg/dpa

Bei den Stichwahlen über Bürgermeister und Landräte in vielen niedersächsischen Kommunen standen besonders die Entscheidungen in einigen Großstädten und Metropolregionen im Blickpunkt.

In der Landeshauptstadt Hannover lag die Wahlbeteiligung um 15.00 Uhr einer Mitteilung zufolge bei 40,8 Prozent der gut 397.000 Wahlberechtigten. Zur „Hauptwahl“ am 13. September waren es zum gleichen Zeitpunkt 51,2 Prozent. Bei vergangenen Stichwahlen in Hannover lag die Beteiligung stets deutlich unter der beim ersten Wahlgang. 

Onay gegen von der Ohe in Hannover 

Dort wollte sich Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) gegen Axel von der Ohe (SPD) im Amt behaupten, in der Region Hannover traten Eva Bender (SPD) und Oliver Junk (CDU) an, in Braunschweig Amtsinhaber Thorsten Kornblum (SPD) und Maximilian Pohler (CDU), in Göttingen Onyeka Oshionwu (Grüne) und Ehsan Kangarani (CDU).

Dort, wo vor zwei Wochen kein Kandidat und keine Kandidatin mehr als 50 Prozent der Stimmen erhielt, traten die beiden stimmenstärksten Bewerber erneut gegeneinander an. Bis 18.00 Uhr sollten die Wahllokale dafür planmäßig noch einmal geöffnet bleiben.

Die AfD hatte noch drei Kandidaten im Rennen um ein kommunales Spitzenamt: In Salzgitter duellierte sich Patricia Mair mit Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU), der bereits seit 2006 im Amt ist.

123 Stichwahlen angesetzt 

In Munster im Heidekreis trat die Einzelbewerberin Anna Adamczak gegen Christoph Weynand von der AfD an, in Bockenem bei Hildesheim der Einzelbewerber Jens Lüer gegen den AfD-Kandidaten Felix Mull. In allen drei Fällen lagen die AfD-Bewerber in der ersten Runde deutlich zurück.

Insgesamt waren 123 Stichwahlen angesetzt – von der Region Hannover mit rund 888.000 Wahlberechtigten bis zum Flecken Bodenfelde im Landkreis Northeim mit lediglich rund 2.500 Wahlberechtigten. Gewählt werden sie für die nächsten acht Jahre. 

Am häufigsten vertreten waren Kandidatinnen und Kandidaten der CDU (80) und der SPD (72), gefolgt von Einzelbewerberinnen und -bewerbern (69), Wählergruppen (13), Grünen (8), AfD (3) und Freien Wählern (1).

Karte