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Illegales Drogenlabor diente zur Produktion von Crystal Meth

Nach einer Großrazzia am Mittwoch in Berlin und Brandenburg analysieren Experten die Chemikalien in einem entdeckten Drogenlabor. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

Von dpa

16.07.2026

Ein illegales Drogenlabor in Brandenburg nahe Berlin wird untersucht. Michael Bahlo/dpa

Ein illegales Drogenlabor in Brandenburg nahe Berlin wird untersucht. Michael Bahlo/dpa

© Michael Bahlo/dpa

Ein illegales großes Drogenlabor zur Herstellung synthetischer Rauschgifte nahe Berlin ist seit dem Morgen weiter von der Polizei und Zollfahndern durchsucht worden. Nach ersten Erkenntnissen wurde dort vor allem die Droge Crystal Meth hergestellt, teilten Staatsanwaltschaft und Zollfahndung mit. Crystal Meth ist ein Aufputschmittel der chemischen Kategorie Methamphetamin mit einer sehr starken Wirkung und einem hohen Suchtfaktor. 

Chemiker waren in dem zweistöckigen Gebäude in einem Gewerbegebiet in Ludwigsfelde südwestlich Berlins bereits seit Mittwoch im Einsatz, wie der Sprecher des Zollfahndungsamtes, Christian Lanninger, sagte. Auch Spezialisten des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) gingen erneut seit dem Vormittag mit Schutzanzügen in die weiträumig abgesperrte Lagerhalle, um Spuren und Beweise zu sichern. Insgesamt 40 bis 50 Einsatzkräfte waren dabei. 

Chemiker analysieren Grundstoffe für Drogenproduktion

Die Chemiker seien dabei, die Chemikalien zur Herstellung der synthetischen Drogen zu analysieren, erklärte der Sprecher. „Wir sind gerade noch in der Sichtung und in der Bewertung.“ Man hoffe, den Einsatz vor Ort am Freitag abschließen zu können. 

Das Gebäude mit dem Drogenlabor befindet sich in einem Gewerbegebiet mit modernen Firmen, aber auch älteren Hallen und Garagen, in denen verschiedene kleine Firmen arbeiten. 

15 Durchsuchungen, mehrere Verdächtige gefasst

Am Mittwoch hatten Polizei und Zollfahndungsamt im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft nicht nur das Drogenlabor im Industriepark Ost in Ludwigsfelde in den Fokus genommen, sondern im Zuge einer größeren Razzia auch 14 weitere Räume und Wohnungen der mutmaßlichen Drogenhändlerbande in Berlin und Brandenburg durchsucht. 

Ein Verdächtiger wurde wieder entlassen, sechs sollen Haftrichtern vorgeführt werden.Michael Bahlo/dpa

Ein Verdächtiger wurde wieder entlassen, sechs sollen Haftrichtern vorgeführt werden.Michael Bahlo/dpa

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Sieben mutmaßliche Täter wurden festgenommen, sechs in Berlin, ein weiterer in Heidelberg. Ein Verdächtiger wurde wieder entlassen, sechs sollen Haftrichtern vorgeführt werden. Rund 200 Polizisten und Fahnder waren am Mittwoch am Einsatz beteiligt. 

Erinnerung an riesiges Drogenlabor im Herbst 2025 in Nauen

Die Entdeckung dieses Drogenlabors erinnert an die noch viel größere illegale Produktionsstätte für synthetische Drogen nordwestlich von Berlin in Nauen im Landkreis Havelland, die Ende Oktober ausgehoben wurde. Damals wurden 400 Kilogramm Drogen in Kristallform und tonnenweise weitere Chemikalien gefunden. 

Zollfahnder, Feuerwehrleute und Chemiker arbeiteten zum Teil mit dicken Schutzanzügen, Masken und Gummihandschuhen. Die Untersuchung und Auflösung des Drogenlabors dauerte eine Woche. Zwölf große Container mit Müll und Chemikalien wurden abtransportiert.

Zu künstlich hergestellten Drogen zählen verschiedene Aufputschmittel. Das sind einfache Amphetamine wie Speed, stärker bewusstseinsverändernde Stoffe wie MDMA (Methylendioxymethamphetamin) oder auch Ecstasy-Pillen, die ebenfalls MDMA enthalten.

Die Polizei geht gegen ein illegales Drogenlabor in Ludwigsfelde bei Berlin vor. Michael Bahlo/dpa

Die Polizei geht gegen ein illegales Drogenlabor in Ludwigsfelde bei Berlin vor. Michael Bahlo/dpa

© Michael Bahlo/dpa

Polizisten sperren einen Einsatz gegen ein illegales Drogenlabor ab. Soeren Stache/dpa

Polizisten sperren einen Einsatz gegen ein illegales Drogenlabor ab. Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

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