Demo gegen Rüstungsexporte - Thunberg unter den Teilnehmern
Pyrotechnik, Protest und prominente Unterstützung: Was hinter der Demo „Wedding ohne Waffen“ steckt und wogegen sie sich richtet.
Mehrfach versuchten laut Polizei größere Gruppen, in Richtung Rheinmetall-Firmengelände auszubrechen (Archivbild)Sebastian Christoph Gollnow/dpa
© Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Hunderte von Demonstranten haben in Berlin-Wedding am Nachmittag gegen Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte protestiert. Daran hat auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilgenommen. Insgesamt seien rund 1.800 Menschen bei dem Demonstrationszug mitgelaufen, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei auf dpa-Anfrage.
Sie sind am Hanne-Sobek-Platz in der Nähe des S- und U-Bahnhofs Gesundbrunnen gestartet und in Richtung des Berliner Geländes von Rheinmetall gezogen. Angemeldet war die Demo unter dem Motto „Wedding ohne Waffen. Gemeinsam gegen Krieg.“
Am Abend berichtete die Polizei von „mehreren strafbaren Handlungen aus dem Aufzug heraus“: Teilnehmer hätten sich vermummt, Pyrotechnik abgebrannt und strafbare Parolen ausgerufen. Zudem hätten mehrfach größere Gruppen versucht, in Richtung des Firmengeländes von Rheinmetall auszubrechen. 15 Menschen seien festgenommen worden. Gegen 19 Uhr hat die Polizei die Versammlung beendet.
Immer wieder Proteste gegen Rheinmetall
In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Protestaktionen vor allem am oder auf dem Berliner Gelände von Rheinmetall gegeben. Zum Teil haben Aktivistinnen und Aktivisten dabei den Zufahrtsweg zum Unternehmensgelände blockiert. Die Polizei war immer wieder vor Ort im Einsatz.
Erst am Donnerstag und Freitag dieser Woche gab es Proteste, allerdings insbesondere propalästinensischer Demonstranten und in deutlich kleinerem Umfang. Am Donnerstag sind bei Auseinandersetzungen mit ihnen zwei Polizisten verletzt worden.
Die Berliner Polizei war am Samstagnachmittag in Berlin-Wedding im Einsatz. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa
© Jens Kalaene/dpa