Dank Obst-Gala: Bayern gewinnen erstes Finalspiel gegen Alba
Im ersten Finalspiel um die Meisterschaft liefern Deutschlands Basketball-Größen Bayern und Alba ein Offensivspektakel. Am Ende jubelt München - und das dank eines zuletzt noch erkrankten Stars.
Bayern-Profi Jessup (links) und Berlins Kayil kämpfen um den Ball.Sven Hoppe/dpa
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Mit einer Gala-Vorstellung hat Andreas Obst seinen FC Bayern München zum ersten Sieg in der Finalserie der Basketball-Bundesliga gegen Alba Berlin geführt. Beim 102:94 (58:55)-Offensivspektakel war der Welt- und Europameister der Hauptdarsteller auf dem Court: Der rechtzeitig von einem heftigen Infekt genesene Super-Schütze steuerte 33 Zähler zum Erfolg des Favoriten bei. In einem wilden Schlagabtausch reichten den mutigen Gästen aus der Hauptstadt 21 Punkte von Norris Agbakoko nicht zum Auswärts-Coup.
Die Bayern liegen in der Best-of-Five-Serie damit 1:0 in Führung; das zweite Match steigt am Sonntag (15.30 Uhr/Dyn) erneut im Münchner SAP Garden. Danach zieht die Serie für zwei Partien nach Berlin - falls denn überhaupt beide Matches benötigt werden. Meister ist, wer zuerst drei Partien gewinnt.
Letztes Finale für Bayern-Trainer Pesic
Bereits zum siebten Mal treffen Bayern und Alba in einem Meisterschaftsfinale aufeinander - das hatte es in der Historie der BBL noch nie gegeben. Zugleich markiert es den Karriere-Endpunkt für Münchens Trainer-Altmeister Svetislav Pesic, der im Sommer in den Basketball-Ruhestand gehen will. „Spiele gegen Alba sind immer etwas Besonderes“, sagte der Serbe, der just mit den Berlinern Ende der 1990er Jahre viermal nacheinander Meister geworden war.
Gastgeschenke für seine alte Liebe hatte der 76-Jährige freilich nicht geplant. Und dennoch erlaubten die Münchner ihren Gegnern des spanischen Coaches Pedro Calles zu Beginn viele einfache Punkte. Die Hauptstädter lagen fast die ganze erste Halbzeit in Führung, teils mit acht Punkten (15.).
Obst verzückt verletzten DFB-Youngster Karl
Vor den Augen von Edelfan und Fußball-Nationalspieler Lennart Karl, der die Weltmeisterschaft verletzt verpasst, ragte ein Akteur auf dem Parkett heraus: Liga-MVP Obst drehte vor allem vor der Halbzeit extrem auf, verwandelte fünf von sechs Dreier-Versuchen und vier von vier Zwei-Punkte-Würfen und war dank 24 Punkten hauptverantwortlich für das 58:55.
Wilde Partie nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel ging es wild weiter: Zunächst legte Berlin einen 15:2-Lauf hin und lag schnell mit zehn Zählern vorn (70:60). Bayern konterte, mit 79:76 für die Hausherren ging es ins vierte Viertel. Dort spielten die Münchner dann ihre Klasse aus und durften vor 10.760 Zuschauern jubeln.