Dahme-Spreewald lockert Maßnahmen wegen Newcastle-Krankheit
Mehrere Landkreise in Brandenburg sind von der Newcastle-Krankheit betroffen – einer für Vögel gefährlichen Tierseuche. Zehntausende Tiere wurden getötet. Einige Beschränkungen gelten aber weiterhin.
Der Landkreis Dahme-Spreewald hebt bestimmte Beschränkungen wegen der Tierseuche Newcastle-Krankheit auf. (Archivbild)Soeren Stache/dpa
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Rund zweieinhalb Monate nach dem Ausbruch der für Vögel gefährlichen Newcastle-Krankheit setzt der Landkreis Dahme-Spreewald einen Teil der Einschränkungen wieder aus. Die Stallpflicht für Geflügel in Bestensee und Königs Wusterhausen werde am Samstag (23. Mai) aufgehoben, teilte der Kreis mit. Veranstaltungen mit Geflügel sind im gesamten Kreis aber weiter verboten.
Auch die Beschränkungen um Wolzig, die auf einen Ausbruch der Krankheit im Landkreis Oder-Spree zurückgehen, bleiben bestehen. Die Aufhebung der Restriktionszonen und der dortigen Beschränkungen bedeute zudem noch nicht, dass die Betriebe erneut mit Tieren belegt werden könnten, hieß es.
Krankheit brach in Putenbetrieb in Oder-Spree aus
Im Februar war in einem Putenmastbestand im Landkreis Oder-Spree die hoch ansteckende Krankheit ausgebrochen. Anfang März brach die Tierseuche im Landkreis Dahme-Spreewald aus. In dem Landkreis wurden innerhalb von fünf Wochen 21 Ausbrüche festgestellt – das sei ein „Tierseuchengeschehen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß“. Seit dem 7. April habe es keine neuen Seuchenausbrüche gegeben. In Oder-Spree und Märkisch-Oderland gelten noch regionale Restriktionszonen.
Mehrere Landkreise hatten zur Eindämmung die Ausstellung von Geflügel verboten. In Brandenburg waren bisher 21 Ausbrüche der Tierseuche festgestellt worden. Zehntausende Tiere mussten getötet werden. Das Virus kann etwa über die Luft, kontaminierte Materialien oder über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen werden. In Deutschland gilt für Geflügel eine Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit. Zuletzt trat die Krankheit 1996 in Deutschland auf.