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Christopher Street Day - Bunter Zug trotzt rechter Gegendemo

Ein bunter Zug wirbt in Königs Wusterhausen für Vielfalt und Toleranz. Protest hat sich angekündigt. Brandenburgs Innenminister Redmann sichert Schutz zu.

Von dpa

29.08.2026

Hunderte Menschen haben beim Christopher Street Day in Königs Wusterhausen mitgemacht.Fabian Sommer/dpa

Hunderte Menschen haben beim Christopher Street Day in Königs Wusterhausen mitgemacht.Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Rund einen Monat nach dem Berliner CSD-Anschlag haben Hunderte Menschen beim ersten Christopher Street Day in Königs Wusterhausen für mehr Vielfalt geworben. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann lobte den Mut der Teilnehmer des CSD. Ein bunter Zug zog unter dem Motto „Liebe statt Hass“ durch die Stadt nahe Berlin. Die Polizei sprach von mehr als 500 Besucherinnen und Besuchern. Trotz einer rechten Gegendemonstration blieb es laut Polizei friedlich.

„Dass ihr euch alle nicht einschüchtern lasst, dass ihr trotzdem kommt, dass ihr von eurem Versammlungsrecht Gebrauch macht, Gesicht zeigt und sagt: Ja, wir sind hier, wir treten für unsere Rechte ein - das ist ein ganz großartiges Zeichen“, sagte der CDU-Politiker Redmann, der schwul ist und offen mit seiner Homosexualität umgeht.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) spricht beim Christopher Street Day in Königs Wusterhausen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.Fabian Sommer/dpa

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) spricht beim Christopher Street Day in Königs Wusterhausen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.Fabian Sommer/dpa

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„Ich glaube, gerade in diesem Jahr braucht es vielleicht auch noch ein bisschen mehr Mut, weil es diesen schrecklichen Anschlag gab, islamistischen Anschlag in Berlin“, sagte Redmann. In Brandenburg gebe es seit einiger Zeit Gegendemonstrationen gegen die CSDs, wozu auch aus dem gewaltbereiten, rechtsextremen Milieu aufgerufen werde. „Die Polizei in Brandenburg steht für eure Sicherheit ein“, sagte der Minister zu.

Rechter Protest angekündigt

Der CSD will ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung setzen. Die Mitorganisatorin Sophie Awe sprach von einer „Super-Stimmung“.

Mehrere hundert Menschen haben beim Christopher Street Day in Königs Wusterhausen für Toleranz und Vielfalt geworben.Fabian Sommer/dpa

Mehrere hundert Menschen haben beim Christopher Street Day in Königs Wusterhausen für Toleranz und Vielfalt geworben.Fabian Sommer/dpa

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Die rechtsextremistische Jugendgruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ hatte Protest angekündigt. Sie wird im Verfassungsschutzbericht 2025 für Brandenburg als neues rechtsextremistisches Jugendphänomen bezeichnet.

Während der CSD in Königs Wusterhausen Premiere hatte, war es in Ludwigsfelde im Landkreis Teltow-Fläming am selben Tag die zweite Ausgabe des CSD.

Ein Todesopfer bei CSD-Anschlag in Berlin

Bei dem Terroranschlag am 25. Juli im Berliner Tiergarten hatte der 21 Jahre alte Attentäter mit einem Van mehrere Passanten am Rande des CSD angefahren, bevor er vermutlich mit einer Machete weitere Menschen verletzte. Eine Frau starb und mindestens 31 Menschen wurden verletzt.

CSDs finden in vielen Städten statt und sollen an die Rechte queerer Menschen erinnern. Als queer bezeichnen sich nicht heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Unter dem Motto „Brandenburg bleibt bunt“ startete in Potsdam die Lesbi-Schwule-Tour des Landesverbands Andersartig, die für die Akzeptanz queerer Lebensweisen wirbt. In diesem Jahr tourt sie durch die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin.

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