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Brandgefahr: Wenn Trockenheit Hessens Landwirten schadet

Nicht nur Wälder drohen derzeit, leicht Feuer zu fangen. Auch auf Feldern steigt das Risiko für Flächenbrände. Wie gehen Landwirte mit der Gefahr um?

Von dpa

14.07.2026

Trockene Witterung im Sommer - Fluch und Segen zugleich für die hessische Getreideernte. (Symbolbild)Hannes P. Albert/dpa

Trockene Witterung im Sommer - Fluch und Segen zugleich für die hessische Getreideernte. (Symbolbild)Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Es ist ein nicht ungefährliches Zusammenspiel, das sich derzeit mit Blick auf das Wetter beobachten lässt. Ausbleibende Niederschläge und damit anhaltende Trockenheit treffen auf hohe Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind.

Nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes ist diese Witterung ebenso notwendig wie gefährlich für die Ernte etwa von Getreide. Eben jene Gefahr zeigte sich zuletzt am Sonntag: In Groß-Umstadt in Südhessen waren etwa 3.000 Quadratmeter Feld in Brand geraten. Laut dem Polizeipräsidium Südhessen soll sich Stroh in einer Rundballenpresse entzündet haben. 

Was führt zu einer höheren Gefahr von Feldbränden?

Dabei überprüfen Landwirte einer Sprecherin des Bauernverbandes zufolge regelmäßige Ihre Maschinen, die im Rahmen der Ernte eingesetzt werden, um Unfälle und Gefahren möglichst auszuschließen. „Dennoch ist man von technischen oder mechanischen Fehlern nie ganz geschützt“, so die Sprecherin. 

Zudem sind die ausbleibenden Niederschläge für die Landwirte laut Bauernverband gerade bei der Getreideernte Fluch und Segen zugleich. Die Trockenheit sei notwendig, weil nur reifes und ausreichend trockenes Getreide geerntet werden kann. Diese Trockenheit fördere aber eben auch die Gefahr von Bränden.

Wie schätzen Landwirte das Brandrisiko ein?

„Landwirte beobachten die Wetterentwicklung und die Bedingungen auf ihren Flächen sehr genau“, heißt es beim Bauernverband. Helfer seien dabei Wetter-Apps, Wetterdienste oder betriebliche Wetterstationen. Ergänzt würden diese Informationen noch durch eigene Erfahrungen vor Ort und die laufende Beobachtung der Bestände.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach lässt sich das Risiko für sogenannte Flurbrände gut abschätzen. Zu den Flurbränden gehörten auch solche auf Feldern mit annähernd erntereifem Getreide und auf abgeernteten Stoppelfeldern, so die Meteorologen.

Wie groß ist die Gefahr von Bränden auf Feldern aktuell?

Informationen zum Brandrisiko liefert dabei der Grasland-Feuerindex, der vom DWD veröffentlicht wird. Dieser bezieht sich laut einem DWD-Sprecher auf „offenes, nicht abgeschattetes Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.“

Am Montag hatte der Index laut DWD in Hessen je nach Region Stufe 4 oder sogar Stufe 5 erreicht - also die höchste Gefahrenstufe für Brände. Zwar schwächt sich diese Gefahr den Angaben zufolge etwas ab. Doch bis einschließlich Donnerstag sei je nach Region mit Stufe 3 bis 4 zu rechen, so der Sprecher. Die Brandgefahr bleibe derzeit hoch. „Die nächsten Tage werden nur lokal und kurzzeitig Niederschläge bringen und ob es am Freitag verbreiteter regnet, ist noch unsicher.“

Lassen sich Flächenbrände auf Feldern verhindern?

Dem Bauernverband zufolge ist ein vollständiger Schutz nicht möglich. Landwirte reduzieren das Risiko demnach durch sorgfältig gewartete und regelmäßig gereinigte Erntetechnik, hohe Aufmerksamkeit während der Ernte sowie geeignete Löschmittel auf den Maschinen. „Viele Betriebe halten während der Getreideernte etwa vorsorglich ein Wasserfass direkt am Feld bereit, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.“

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