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Bombenentschärfung - Tausende Kieler müssen aus Wohnungen

In Kiel ist eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe entdeckt worden. Zahlreiche Anwohner und Anwohnerinnen können ihren Nachmittag nicht zu Hause verbringen. Die Polizei appelliert zur Mithilfe.

Von dpa

06.09.2026

Die Fliegerbombe liegt im Kieler Stadtteil Dietrichsdorf in rund vier Metern Tiefe. (Symbolbild)Christian Charisius/dpa

Die Fliegerbombe liegt im Kieler Stadtteil Dietrichsdorf in rund vier Metern Tiefe. (Symbolbild)Christian Charisius/dpa

© Christian Charisius/dpa

Vor der Entschärfung einer 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Kiel überprüft die Polizei, ob die mehr als 5.200 betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern das Sperrgebiet verlassen haben. Der Bereich sei mittlerweile abgesperrt und Beamte seien unterwegs, um den Evakuierungsbereich auf Menschen zu kontrollieren, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Zudem sei der Rettungsdienst noch unterwegs und bringe Menschen in Sicherheit, die dabei Hilfe bräuchten. 

Auf Facebook schrieb die Polizei: „Verlasst bitte das Evakuierungsgebiet. Der Beginn der Entschärfung verzögert sich, da einige Personen bislang nicht das Gebiet verlassen haben.“

Kampfmittelräumdienst vor Ort

Auch der Kampfmittelräumdienst sei inzwischen vor Ort. Der amerikanische Blindgänger sei an einem Haken befestigt und nach oben gezogen worden, sagte die Sprecherin. Sobald das vorgesehene Gebiet geräumt sei, werde der Zünder unschädlich gemacht. Anschließend werde die Bombe auf das Betriebsgelände des Kampfmittelräumdienstes gebracht.

Die eigentliche Entschärfung sollte nach Aussage der Sprecherin voraussichtlich innerhalb einer Stunde möglich sein, vorausgesetzt es treten keine Komplikationen wie etwa ein beschädigter Zünder auf.

Laut Angaben der Polizei vom Donnerstag war der Kampfmittelräumdienst im Stadtteil Dietrichsdorf auf die Bombe gestoßen. Diese liege in der Insterburger Straße in rund vier Metern Tiefe. Mehr als 2.500 Haushalte sind demnach von der Evakuierung betroffen. 

Für diejenigen, die während der Entschärfung nicht anderweitig unterkommen könnten, stünden Räume in der Andreas-Gayk-Schule zur Verfügung. Davon machten nach Aussage der Polizeisprecherin auch einige Menschen Gebrauch.